Nach drei Pleiten in Folge

Mega-Comeback der Untouchables Paderborn – Heideköpfe verpassen das DBL-Halbfinale

Bereits am Samstag hätten die Heidenheim Heideköpfe sich für das Halbfinale der DBL qualifizieren können. Stattdessen entwickelte sich die Viertelfinal-Serie gegen die Untouchables Paderborn zu einem wahren Thriller, der bis ins fünfte Spiel reichte.

Mit einer 2:0-Führung im Rücken standen die Heidenheim Heideköpfe bereits mit einem Bein im Halbfinale, als sie die Reise nach Paderborn zu den Untouchables antraten. Doch die Ostwestfalen retteten sich mit zwei Siegen am Wochenende ins alles entscheidende Spiel, das am Sonntagnachmittag stattfand. Dort zeigten die Heideköpfe ihr Können, konnten jedoch das Momentum der Hausherren nicht eindämmen und scheiterten folgerichtig im Viertelfinale der Playoffs mit 3:2. Den Untouchables gelingt indes ein bemerkenswertes Comeback in der Serie, die erst in den letzten Zügen des Entscheidungsspiels entschieden wurde, nachdem die Heideköpfe zweimal komfortabel führten.

Paderborn schafft den Anschluss

Bereits im dritten Spiel am Samstagmittag hätten die Heideköpfe den Halbfinaleinzug perfekt machen können, doch die Gastgeber konnten den Kopf nochmal aus der Schlinge ziehen. Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start. Heidenheim ging mit 1:0 in Führung, doch Paderborn antwortete bereits im ersten Inning und drehte die Partie auf 2:1.

Im dritten Inning wechselte die Führung erneut. Ein Double von William Germaine brachte Gary Owens bis an die dritte Base. Phildrick Llewellyn sorgte anschließend mit einem RBI-Single für den Ausgleich. Wenig später kam Germaine nach einem Wild Pitch selbst über die Homeplate. Die Heideköpfe führten wieder 3:2.

Lange sah es anschließend danach aus, als könnten die Heideköpfe die Serie tatsächlich beenden. Doch Paderborn schlug im achten Inning zurück: Bei geladenen Bases brachte ein Hit-by-Pitch zunächst den Ausgleich zum 3:3. Ein anschließender Walk brachte den entscheidenden vierten Run über die Platte. Paderborn führte 4:3 und gab diese Führung nicht mehr aus der Hand.

Serie wird zum Thriller

Nach dem 4:3-Erfolg der Paderborner am Samstag war für die Heideköpfe am Sonntag weiterhin alles klar: Ein Sieg hätte den Einzug ins Halbfinale bedeutet. Doch Paderborn nutzte den Heimvorteil erneut und setzte sich mit 2:0 durch. Damit verhinderten die Untouchables den vorzeitigen Serienabschluss der Heideköpfe.

Entscheidend war dabei vor allem die Paderborner Defensive und das Pitching. Heidenheim blieb über die gesamte Partie ohne Run. Die Heideköpfe konnten damit ihre offensive Schlagkraft aus den ersten beiden Spielen – dort hatte Heidenheim Paderborn mit 6:1 und 8:2 bezwungen – nicht erneut auf den Platz bringen. Paderborn wiederum reichten zwei Runs, um die Partie für sich zu entscheiden. Damit haben die Untouchables nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand in der Serie tatsächlich den Ausgleich geschafft.

Im Entscheidungsspiel um den Halbfinaleinzug, das am Sonntagnachmittag in Paderborn ausgetragen wurde, konnten die Heideköpfe nun doch auf ihre altbekannten Stärken zurückgreifen und bereits früh das Spiel an sich reißen. Bereits im ersten Inning führte man mit 4:2, im zweiten Inning stellten die Heidenheimer auf 8:2. Doch selbst mit der doch so bekannten Offensivkraft, konnten die Heideköpfe das Spiel nicht stabilisieren und ließen die Untouchables zurückkommen: Nach einem starken siebten Inning stand es nur noch 9:8 für die Heideköpfe, die seit dem zweiten Inning lediglich einen Punkt im fünften Inning erzielen konnten. In Paderborn zeichnete sich ein wahrer Playoff-Krimi ab.

Die Lage der Heideköpfe verschärfte sich, als Paderborn im achten Inning ausgleichen konnte, ehe doch die erneute Führung gelingen konnte. Im neunten Inning bestätigten die Hausherren ihre Comeback-Qualitäten und stellten auf 12:10. Eine späte Führung, die die Untouchables bis ins Ziel retten konnten. Die Heideköpfe geben also sowohl im Entscheidungsspiel, als auch in der Serie zweimal große Führungen aus der Hand und müssen sich aus den Playoffs verabschieden. Die Untouchables reihen sich mit Bonn, Regensburg und Hamburg in die Riege der besten vier Mannschaften ein und spielen weiterhin um die deutsche Meisterschaft.