Noch hat sich beim 1. FC Heidenheim personell in der Winterpause nicht viel getan, das muss aber nicht so bleiben. Transfers sind noch bis zum 2. Februar möglich und nach Aussagen der Verantwortlichen gut denkbar. Änderungen könnte es auch bei der Hierarchie der FCH-Torhüter geben.
Zu Beginn der Vorbereitung war noch Kevin Müller die Nr. 1 im Tor der Heidenheimer, der aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum kommende Frank Feller der Kronprinz. Dann erlitt Feller im Trainingslager in Südtirol einen Außenbandriss im Knie. In der Folge ergab sich für den FCH kurzfristig die Möglichkeit, Diant Ramaj von Borussia Dortmund auszuleihen und Müller wurde die neue Nr. 2.
Frank Feller ist wieder fit
Nun ist Feller wieder fit und der 22-Jährige, auf den der FCH nach eigenem Bekunden für die Zukunft setzt, könnte in den Spieltagskader rücken. Trainer Frank Schmidt wollte sich dazu am Freitag in der Pressekonferenz vor dem Köln-Spiel nicht konkret äußern und sagte lediglich: „Das wird man dann morgen sehen.“
Denkbar ist ein Wechsel nicht zuletzt, weil es immer wieder Gerüchte um einen Wechsel Müllers noch in der Winterpause gab. Aktuell ist der von vielen erwartete Sprung des langjährigen FCH-Torwarts in die USA aber noch nicht in Sicht und Müller selbst erklärte kürzlich gegenüber der „Sport-Bild“ in einem Interview: „Wir sprechen mit den Verantwortlichen sehr offen über meine Zukunft. Wenn etwas kommen sollte, was für alle Beteiligten interessant sein könnte, werden wir das gemeinsam besprechen. Das heißt aber nicht, dass ich um alles in der Welt wegmöchte. Meine Familie und mich verbindet sehr viel mit Heidenheim.“
Transfers sind bis 2. Februar möglich
Viele Beobachter hatten in der Winterpause mit mehreren Zugängen gerechnet, bisher hält sich der FCH aber zurück. Von der TSG Hoffenheim wurde Linksverteidiger Hanno Behrens ausgeliehen, der Kader wurde aber nicht größer, da Thomas Keller – ebenfalls auf Leihbasis – zum Zweitligisten Dynamo Dresden wechselte.
Nach der schweren Verletzung von Leart Pacarada hatte eine Verstärkung auf der linken Abwehrseite für Holger Sanwald erste Priorität, der Vorstandsvorsitzende stellt aber noch weitere Verpflichtungen bis zum Ende der Transferperiode am 2. Februar in Aussicht. „Dass wir in der Offensive noch etwas tun wollen, ist ja kein Geheimnis“, sagt Sanwald und weist gleichzeitig auf die besonderen Umstände der Transfers im Winter hin: „Natürlich ist es insgesamt schwieriger, denn es gibt keine auslaufenden Verträge. Auf der anderen Seite ist es im Winter manchmal der Vorteil, dass bei den Klubs manche Dinge schon sortiert sind. Am Ende ist das auch egal, du brauchst einfach das Quäntchen Glück. Wir sind nicht der FC Bayern, für uns hat das immer etwas mit Perlentauchen zu tun.“
Sanwald schließt dabei nicht aus, dass Müller oder andere Spieler in dieser Phase den FCH verlassen: „Wenn einer weg will, müssen wir darüber reden, ich hoffe natürlich, dass jeder bleibt.“ Auch Frank Schmidt rechnet wohl noch mit neuen Gesichtern. Vor dem Spiel gegen Köln sagte der Trainer: „Jetzt nicht für morgen – aber es kann schon sein, dass es noch die ein oder andere Veränderung gibt. Der Verein ist sehr fleißig, wir klopfen alle Optionen ab und die Mannschaft weiß, dass wir Augen und Ohren offenhalten.“


