Dieser Spielertyp hat dem 1. FC Heidenheim noch gefehlt: Nur zwei Tage nach seiner Verpflichtung wirbelte Eren Dinkci (ausgeliehen vom SC Freiburg) im Mittelfeld des FCH beim Spiel in Dortmund. Der Druck ist groß, denn Frank Schmidt sagt klar: „Wir erwarten viel von Eren und er auch von sich selbst.“ Der FCH-Trainer wisse, dass ein Wechsel in der Winterpause nicht ganz einfach sei, da er diese Erfahrung selbst mal gemacht habe (von Aachen nach Mannheim im Winter 2003). Für beide Seiten mache Dinkcis Verpflichtung aber Sinn, betont Schmidt.
In Dortmund habe man sofort sehen können, wie wichtig der vierte Winter-Neuzugang für den FCH werden könne, verwies Schmidt unter anderem auf die 27 Sprints, die Eren Dinkci absolviert hat (Spitzenwert der Partie). Zum einen beschäftige der 24-Jährige so den Gegner – schaffe aber zugleich auch Räume für seine Mitspieler. Der FCH-Coach erinnerte an die Bedeutung solcher Sprints, indem er Tim Kleindienst und Niklas Beste nannte, die beide in der ersten Heidenheimer Bundesligasaison auch auf diese Weise für Furore sorgten.
Natürlich hoffen wir auch auf wichtige Tore von ihm.
Frank Schmidt, Trainer des 1. FC Heidenheim, über Eren Dinkci
Bei der 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund habe Heidenheim Aktionen in der Offensive gehabt, die mit Dinkci zu tun hatten – und später auch mit Arjon Ibrahimovic (kam in der 46. Minute/20 Sprints). „Wir waren viel weniger ausrechenbar und der Gegner war mit uns unheimlich beschäftigt“, erklärte Schmidt die Vorzüge solch schneller Kreativspieler. Dinkci zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen zurück und bereitete die zwischenzeitliche 2:1-Führung vor. „Natürlich hoffen wir auch auf wichtige Tore von ihm“, sagt Frank Schmidt über Dinkci, fügt aber auch an: „Andere müssen seine Vorlagen nutzen.“ So wie es Julian Niehues in Dortmund bereits getan hat.
Generell sagt Schmidt im Hinblick auf die Neuzugänge: „Jetzt kommt nochmal eine neue Konkurrenzsituation dazu. Das kann auch mal beflügeln.“

