Gegentor des FCH

Über welche Frage eines Reporters FCH-Torhüter Diant Ramaj schmunzeln musste

Das darf doch nicht wahr sein! Fast wäre dem 1. FC Heidenheim in Wolfsburg eine Saisonpremiere gelungen. Allerdings musste die Mannschaft von Diant Ramaj doch noch ein Gegentor hinnehmen. Wie der Torhüter die Szene erlebte und weshalb er verwundert eine Frage mit einer Gegenfrage konterte:

Das wäre etwas geworden: Lange Zeit konnte der 1. FC Heidenheim bei seinem Auftritt beim VfL Wolfsburg mit einem Spiel ohne Gegentor liebäugeln. In den 17 Partien der Hinrunde war dies der Mannschaft von Trainer Frank Schmidt nicht gelungen. Somit kennt auch Diant Ramaj das Gefühl nicht. Der Torhüter, der von Borussia Dortmund ausgeliehen ist, ist seit Beginn der Saison die Nummer eins beim FCH. „Ich hätte mich schon darüber gefreut“, so der 24-Jährige, der erneut gute Paraden zeigte, aber die Mannschaftsleistung in den Vordergrund rückte.

In der 80. Minute gelang den Wolfsburgern allerdings nach einer Ecke das 1:1. Im Heidenheimer Fünfmeterraum waren sehr viele Spieler, letztlich war Moritz Jenz per Kopf erfolgreich. Die Ecken von Christian Eriksen und Maximilian Arnold hätte der FCH bis dahin im Kollektiv richtig gut verteidigt, lobte Ramaj. Für einen Torhüter sei es schwierig, wenn die Bälle so scharf und punktgenau geschlagen werden, so der Keeper, der stets – auch mit Hilfe seiner Mitspieler – lauernde Wolfsburger im Rahmen des Erlaubten so gut es geht wegzuschieben versuchte.

Auch beim Gegentor habe Eriksen den Ball sehr gut geschlagen. „Da habe ich wenig machen können,“ sagte Ramaj im Hinblick auf mögliches Herauskommen, was zuvor zwei- dreimal gut geklappt hatte. „Da wird viel mit Blocks gearbeitet. Die Wolfsburger haben das gut gemacht. Dann springt der Ball auch noch vom Innenpfosten ins Tor.“

Nein, das würde ich nicht sagen. Aber jeder hat ja seine eigene Meinung.

Diant Ramaj, Torhüter des 1. FC Heidenheim, auf die Frage, ob das 1:1 ein möglicher Torwartfehler gewesen sei

Eine Nachfrage dazu musste sich der Heidenheimer Keeper gefallen lassen: „Dass es ein Torwartfehler gewesen sein könnte, würden Sie nicht sagen, oder?“ Ramaj antwortete zunächst mit einer Gegenfrage: „Wo?“ Auf den Nachschub „beim Gegentor“, reagierte der Keeper mit einem fast schon ungläubigen Schmunzeln – und erklärte: „Nein, das würde ich nicht sagen. Aber jeder hat ja seine eigene Meinung“, so Ramaj, der nachschob: „Jeder, der Fußball versteht, ist, glaube ich, meiner Meinung.“

Insgesamt sei er gut drauf, erklärte der Keeper, der in dieser Saison schon einige Glanzparaden zeigte, sich bei der 1:2-Niederlage beim FSV Mainz 05 vor dem 0:1 aber einen Fehlpass erlaubte. Doch auch solche Sachen passierten im Fußball, so Ramaj. „Klar, sah das blöd aus. Für mich war es einfach ein unglücklicher Ball, den ich nicht richtig erwische.“ Dann gehe es darum, solche Situationen professionell und richtig einzuordnen. „Ich weiß ja, wer ich bin und was ich kann“, betonte der aufstrebende Torhüter, um mit einem Scherz abzuschließen: „Wie sagt man so schön: Einmal ist kein Mal.“

Hier die Spieler des FCH für ihre Leistung bewerten:

FCH in der Einzelkritik: Wie bewerten Sie die Leistung gegen den VfL Wolfsburg?

Kurz vor der Pause holt der FCH die Führung - aber kann sie nicht halten. Auch zum Rückrundenstart kassiert das Schmidt-Team einen Treffer und geht am Ende mit einem 1:1-Unentschieden vom Platz. Welche FCH-Spieler haben Ihrer Meinung nach dennoch eine gute Figur gemacht und bei wem hätte deutlich mehr drin sein müssen? Hier die Noten vergeben:
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