Erster Test im Trainingslager

Steigerung nach schwachem Start: Der FCH ringt dem FC Bologna ein Unentschieden ab

Dank eines Treffers von Marvin Pieringer und einer Leistungssteigerung holte der 1. FC Heidenheim gegen den FC Bologna ein 1:1-Unentschieden. Zufrieden war Frank Schmidt mit dem Auftritt seines Teams gegen den italienischen Erstligisten aber nicht. So bewertet der FCH-Coach die 90 Minuten.

Ein traumhaftes Bergpanorama, rund 2000 begeisterte Fans und ein hochklassiger Gegner: Der Rahmen für den ersten Härtetest im Trainingslager des 1. FC Heidenheim in Südtirol stimmte. Gegen den mit zahlreichen Nationalspielern bespickten FC Bologna steigerte sich der FCH im Verlauf der Partie und erspielte sich ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden.

Auf dem Rasenplatz in Vals war am Mittwochnachmittag zunächst die Defensive um Kapitän Patrick Mainka gefordert. In der fünften Minute parierte Frank Feller einen Schuss aus kurzer Distanz gegen Bologna-Angreifer Santiago Castro. 60 Sekunden später war die neue Nummer eins der Heidenheimer erneut zur Stelle und lenkte einen platzierten Abschluss von Federico Bernardeschi mit einem starken Reflex noch um den Pfosten. In der 20. Minute war der 22-jährige Torhüter dann aber machtlos. Santiago Castro wurde bei seinem Abschluss erneut nicht gestört und konnte zur Führung für den FC Bologna einköpfen. „Bis zur Trinkpause waren wir nur Statisten, das hat mir überhaupt nicht gefallen“, sagte Trainer Frank Schmidt, der in der Unterbrechung nach 23 Minuten deutliche Worte an die Mannschaft richtete.

Wende nach Trinkpause

Und die Ansprache zeigte ihre gewünschte Wirkung: Denn nach der Trinkpause wirkte die Heidenheimer Defensive deutlich wacher – genauso wie die Offensive. Marvin Pieringer ließ in der 29. Minute gleich zwei gegnerische Verteidiger sowie den Torhüter aussteigen und schob zum Ausgleich ein. Der Treffer gab dem FCH, bei dem Leart Pacarada, Mikkel Kaufmann und Sirlord Conteh verletzt fehlten, Schwung. Bis zum Pausenpfiff bewegte sich der Zweitligist mit dem Team des deutschen Trainers Domenico Tedesco auf Augenhöhe.

Besonderes Panorama: Rund 2000 Zuschauer verfolgten die Partie im Schatten der Dolomiten. Foto: Dennis Straub

Mit einer leicht veränderten Aufstellung und viel Spielfreude startete der FCH in die zweite Spielhälfte. In der 48. Minute rauschte ein Distanzschuss von Julian Niehues nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Patrick Mainka war in der 59. Minute sogar noch näher an der Heidenheimer Führung dran, als sein wuchtiger Kopfball gegen die Querlatte knallte. „Da müssen wir eigentlich das 2:1 machen“, monierte Schmidt. Nach weiteren sechs Wechseln aufseiten des FCH und zehn bei den Italienern nahm die Präzision im Spiel beider Mannschaften sichtlich ab.

Zweiter Test gegen HSV

In den Schlussminuten erspielte sich der FC Bologna zwar noch zwei Großchancen, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Und so blieb es beim insgesamt verdienten Remis. „Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung“, resümierte Schmidt. „Es gab einige Dinge, die müssen wir abstellen, und zwar ganz schnell. Von daher war es ein guter Test.“ Das zweite sportliche Kräftemessen des Trainingslagers steht an diesem Samstag, 25. Juli, an. Ab 13.30 Uhr geht es in Kematen/Tirol gegen den Hamburger SV.

Natürlich mit einem Lächeln im Gesicht: Vitus Eicher, der mit dem 1. FC Heidenheim in die Bundesliga aufgestiegen war, im Oktober 2025 auf dem Trainingsgelände von 1860 München.

Viele Jahre beim 1. FC Heidenheim: Vitus Eicher wird Torwart bei 1860 München

Die Katze ist zurück! 8 1/2 Jahre war Vitus Eicher Torhüter beim 1. FC Heidenheim, ehe es den gebürtigen Bayern im Sommer 2025 zu seinem Heimatverein TSV 1860 München zog, bei dem es zuletzt turbulent zuging. Beim Neuaufbau in der Regionalliga Bayern wird Eicher als Torwart sein Comeback geben. Und welcher andere ehemalige FCH-Spieler im Sturm auflaufen wird:
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FCH: Feller, Busch (63. Mhamdi), Siersleben (46. Gimber), Mainka (63. Kölle), Föhrenbach (63. Wagner), Niehues, Kerber (46. Zrilić), Costly (63. Hennrich), C. Conteh (63. Pieringer), Zivzivadze (46. Breunig).