Nach dem 3:3 beim FC Bayern München sind sich Fans des 1. FC Heidenheim einig: „Wir haben heute toll gespielt und absolut stark gekämpft“, sagten zum Beispiel Dennis Rehorsch (23) und Nico Stoklossa (22) nach dem Spiel. Sie fügten aber auch hinzu: „Aktuell sind es einfach sehr gemischte Gefühle. Klar ist der eine Punkt gegen Bayern mehr als stark. Die Enttäuschung ist eigentlich nur wegen der letzten Aktion, deshalb aktuell gemischt, aber morgen oder übermorgen wird hoffentlich die Freude überwiegen“, so die beiden Heidenheimer.

Steffen Kellner (65) sieht das ähnlich. Vor dem Spiel sei er sich sicher gewesen, dass der FCH heute keine Chance hat. Dann aber kam der starke Heidenheimer Auftritt, der jedoch nicht mit einem Sieg belohnt wurde. „Natürlich war das hinten raus unnötig, da ist man einfach enttäuscht“, sagt Kellner.

Vor allem stolz auf die Mannschaft sind Christine (48) und Stephanie (51), die ihren Nachnamen nicht in der Zeitung lesen möchten. Die Schwestern gehen seit fast zwölf Jahren gemeinsam zu jedem Spiel. „Dass der Ball da wirklich noch hinten reinkugelt ist natürlich mehr als ärgerlich“, sagt Christine im Hinblick auf das 3:3 durch Michael Olise. „Aber trotzdem haben wir mal wieder gezeigt, dass man uns auf keinen Fall abschreiben darf. Immer wieder gibt es Stimmen, wir hätten in der ersten Liga nichts zu suchen. Heute haben wir mal wieder das Gegenteil gezeigt.“

Bei Kai Gutbier sitzt die Enttäuschung besonders tief. „Das Tor hat hinten raus jetzt die Laune jetzt wirklich runtergerissen“, sagt der 61-Jährige gefrustet. „Wir hätten mit drei Punkten hier heute vom Platz gehen können. Das muss man erstmal verdauen.“

Frank Arnold, der in Heidenheim aufgewachsen ist, aber mittlerweile in Aland, einer kleinen Inselgruppe zwischen Schweden und Finnland, wohnt, ist extra mit seinen zwei Kindern nach München geflogen, um das Spiel zu sehen. „Ich hatte natürlich insgeheim gehofft, dass es einen Sieg für die Heidenheimer gibt, aber nicht so ganz daran geglaubt. Aber das war ein tolles Spiel, das Ende ist ein wenig enttäuschend natürlich. Ein Punkt hier ist trotzdem super“, so der 50-Jährige, der einst aktives Mitglied im Naturtheater gewesen ist.

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