Das muss man erst einmal hinbekommen. Dem 1. FC Heidenheim gelangen drei Tore beim FC Bayern München – am Ende ist beim Tabellenletzten aber niemand über den 3:3-Endstand glücklich. „Nach dem Spielverlauf sind wir auf jeden Fall enttäuscht“, erklärte Eren Dinkci. „Bis zur letzten Aktion führst du 3:2 und kannst drei Punkte mitnehmen, jetzt ist es nur einer geworden. Klar, der kann am Ende auch wichtig werden. Aber drei Punkte wären heute natürlich sehr schmackhaft gewesen“, so der Torschütze des zwischenzeitlichen 2:0 (31. Minute). „Wir haben einen Punkt geholt gegen den Meister. So viele Teams haben das noch nicht geschafft in dieser Saison. Trotzdem tut’s gerade einfach enorm weh“, so der 24-Jährige.
Klar, mache ich mir ein wenig den Vorwurf, dass der da nicht reingeht.
Eren Dinkci, Offensivspieler des 1. FC Heidenheim, über seine Torchance in der 68. Minute
Dinkci hatte auch seine Torchance in der 68. Minute im Blick, als er aus kurzer Distanz an Bayern-Torhüter Jonas Urbig scheiterte. Zunächst einmal lobte er die Vorarbeit von Arjon Ibrahimović. „Das ist Wahnsinn von Ari, wie der über den ganzen Platz läuft, den Ball dann noch durch die Beine spielt“, so Dinkci. „Dann war ich ein bisschen schockiert, dass der Ball nicht im Tor war, weil Jonas Urbig den natürlich wahnsinnig hält. Ich habe ihn bewusst noch ein bisschen hochgeschossen, damit er nicht mit seiner Hand dagegenkommt, am Ende hält er ihn. Wahnsinn. Klar, mache ich mir ein wenig den Vorwurf, dass der da nicht reingeht.“

Ein wenig übte Dinkci Kritik an der Chancenauswertung. „Am Ende haben wir es in den letzten Aktionen vielleicht unsauber ausgespielt. Vor allem in der ersten Halbzeit, in der wir hätten erhöhen können.“ Insgesamt sei der FCH aber mutig aufgetreten. „Wir hatten nichts zu verlieren. Und ich glaube, das war die genau richtige Herangehensweise“, erklärte Dinkci. „Dadurch hatten wir viel mehr Aktionen nach vorne. Aber uns war auch bewusst, dass wir gegen den Ball arbeiten müssen. Die Jungs haben es super gemacht.“

Haarscharf verloren: Der FCH schlägt fast die Bayern in der Allianz-Arena
Vor allem in den vergangenen Wochen habe sich die Mannschaft „aufgerappelt“, so Dinkci. „Ich weiß nicht, was der ausschlaggebende Grund war. Wir spielen aber wieder als Team. Und das sieht man auf dem Platz.“
DKMS-Aktion in und an der Münchner Allianz-Arena
Auch in München konnten sich Stadionbesucherinnen und -besucher an mehreren Ständen der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) vor der Allianz-Arena kostenfrei und in wenigen Minuten als potenzielle Stammzellspender registrieren. Im Stadion selbst wurde dafür ebenfalls geworben. Eren Dinkci, dessen Partnerin Cinja an Leukämie erkrankt ist, findet die Aktion „richtig, richtig schön“, wie er erklärte. Er hoffe, dass wieder viele Registrierungen dazugewonnen wurden. „So etwas gibt Hoffnung für jeden, der das benötigt“, so der 24-Jährige.
Mehr Informationen gibt es auf der Homepage dkms.de

