FCH-Trainer Frank Schmidt konnte in der Rückschau dem Auswärtsspiel in Wolfsburg trotz des späten Gegentreffers zum 1:1-Endstand einiges Positives abgewinnen. „Defensiv war das unser stabilstes Spiel“, sagte Schmidt. Mit RB Leipzig wartet im Heimspiel an diesem Samstag, 24. Januar, aber wohl eine noch größere Kraftprobe auf die Heidenheimer Abwehrreihe. „Es wird eine knackige Aufgabe für uns“, so Schmidt.

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Bei der Herausforderung, die schnellen Angreifer des Tabellenfünften in Schach zu halten, könnten in der Voith-Arena auch zwei Winterneuzugänge helfen. Wie der Heidenheimer Trainer verriet, kann sich nach Rechtsverteidiger Leonidas Stergiou, der bereits in Wolfsburg sein Debüt gab, auch Linksverteidiger Hennes Behrens Hoffnung auf seine ersten Minuten im FCH-Trikot machen. Beide sollen den Konkurrenzkampf in der bisher wackeligen Defensive befeuern und die erhoffte Soforthilfe sein, auf die die Heidenheimer mit Wintertransfers schon in der Vergangenheit setzten.
Frank Schmidts Erwartung durch Neue: Mehr Möglichkeiten und Konkurrenz im Kader
Dass der FCH in der zweiten Transferphase, in der in der Regel weniger Wechsel stattfinden als im Sommer, gleich dreimal zugeschlagen hat, verdeutlicht die aktuelle Situation im Abstiegskampf. Zusätzlich zu den Leihen von Stergiou und Behrens verpflichteten die Heidenheimer mit Christian Conteh, der gegen Leipzig weiter verletzt ausfällt, noch einen Offensivspieler. „Dass wir etwas tun mussten, war klar“, hatte Vorstandschef Holger Sanwald zu Beginn des Wechselfensters gesagt. Seit der Saison 2012/13 war der FCH im Januar nicht mehr derart aktiv gewesen. „Wir haben nachjustiert, weil es einfach nicht gereicht hat, um den Platz zu erreichen, um weiter Bundesliga zu spielen“, so der FCH-Coach.

Damit die Neuen ihre Qualitäten auch einbringen können, lag nach der Vorwoche mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen der Fokus in den zurückliegenden Trainingstagen vorwiegend auf der Integration. „Wir wollen sie nicht nur menschlich, sondern auch sportlich schnell integrieren“, sagt der FCH-Coach. „Deshalb haben wir da die Schwerpunkte gesetzt.“ Und die Erwartung an die Neuzugänge ist klar: Sie kommen nicht als Back-up für die Spieler auf ihren Positionen, sondern als Herausforderer. „Es ist eine Konkurrenzsituation, sie kämpfen um ihren Platz“, so Schmidt, der sich mit der zusätzlichen Qualität auch mehr Vielseitigkeit im Kader wünscht. „Die Mannschaft soll so aufgestellt sein, dass sie am stärksten für den jeweiligen Spieltag ist“, betont er.
Positive Beispiele: Kleindienst, Mohr und Krätzig schlugen sofort ein
Dass Transfers im Winter Sinn ergeben können, hat der FCH in der Vergangenheit selbst mehrfach bewiesen. Zwar war Holger Sanwald nicht in jedem Jahr auf Spielersuche, einige Transfercoups gelangen ihm aber in der kalten Jahreszeit. Robert Leipertz (2019) und Tim Kleindienst (2021) feierten auf dem winterlichen Schlossberg jeweils eine erfolgreiche Rückkehr. Tobias Mohr wurde in der Saison 2019/20 zur Rückrunde fest verpflichtet und etablierte sich als Stammkraft. Und vor rund zwölf Monaten schlug Bayern-Leihgabe Frans Krätzig voll ein und half fleißig beim Erreichen des Klassenverbleibs in der Bundesliga mit.

Im Tabellenkeller haben aber nicht nur die Heidenheimer (16./13 Punkte) personelle Defizite in ihrem Kader erkannt und darauf reagiert. Der FSV Mainz 05 (17./12 Punkte) verpflichtete mit den Angreifern Philipp Tietz und Silas sowie Verteidiger Stefan Posch ein Trio mit viel Bundesliga-Erfahrung. Der FC Augsburg (15./16 Punkte) war ebenfalls fleißig und verstärkte seine Offensive und Defensive mit jeweils zwei Spielern. Noch auf der Suche ist der FC St. Pauli (18./12), der bisher lediglich mit Tomoya Ando einen Innenverteidiger verpflichtete. Die Hamburger, die aktuell den schwächsten Angriff der Liga haben, fahnden noch nach einem Stürmer. Zeit dafür ist noch: Bis zum Montag, 2. Februar, können in Deutschland noch Spieler verpflichtet und abgegeben werden. Das gilt natürlich auch für den FCH.

