2. Bundesliga

Große Bühne, klare Aufgabe: Welche Lehren FCH-Trainer Frank Schmidt vor der Ligapremiere bei Hertha BSC zieht

Der wilde 4:3-Erfolg zum Saisonauftakt der 2. Bundesliga gegen den VfL Osnabrück hat dem FCH nicht nur drei Punkte gebracht, sondern auch einige Baustellen aufgezeigt. Vor dem Gastspiel bei Hertha BSC erklärt Frank Schmidt, was die Heidenheimer im Olympiastadion ändern müssen.

Auf großer Bühne will der 1. FC Heidenheim den gelungenen Saisonstart bestätigen. Nach dem 4:3-Erfolg zum Auftakt gegen den VfL Osnabrück trifft der FCH am Samstag, 15. August (13 Uhr), im Berliner Olympiastadion erstmals in einem Ligaspiel auf Hertha BSC. Für Frank Schmidt steht dabei weniger die besondere Kulisse im Vordergrund. „Wenn das Spiel angepfiffen wird, dann sind die Rahmenbedingungen nicht mehr ganz so wichtig“, sagt der FCH-Trainer. Entscheidend sei die sportliche Aufgabe.

Dabei erwartet Schmidt eine intensive Partie. Beide Mannschaften würden hoch verteidigen und den Gegner früh unter Druck setzen. Für den FCH werde es deshalb darauf ankommen, sich aus engen Situationen zu befreien und das Berliner Gegenpressing zu überspielen. „Das haben wir trainiert. Wir müssen aber auch zeigen, dass wir es umsetzen können“, sagt Schmidt.

Ballverluste und Intensität im Mittelpunkt

Ein weiterer Schwerpunkt der Trainingswoche waren die Erkenntnisse aus dem Auftaktsieg. Gegen den VfL Osnabrück ließ Heidenheim 26 Abschlüsse zu. Vor allem Ballverluste bereiteten Schmidt dabei Sorgen, zudem fehlte ihm nach der Pause phasenweise die Intensität. „Das Spiel war zu offen. Mit einer Führung müssen wir das stabiler spielen“, so der 52-Jährige.

Historische Arena: Das Berliner Olympiastadion ist die größte Spielstätte in der 2. Bundesliga. Foto: Eibner-Pressefoto/Uwe Koch

Entsprechend arbeitete der FCH unter anderem am Verhalten der Viererkette. Schmidts Blick geht bei der Rückschau aber über die drei Gegentreffer hinaus. Seine Mannschaft kam selbst auf 19 Abschlüsse und erzielte vier Treffer. „Es ist nicht so, dass es nach drei Gegentoren nur um die Defensive geht.“ Deshalb wurde auch offensiv weitergearbeitet.

Nur Conteh-Brüder fallen aus

Überhaupt will Schmidt den Auftakterfolg nicht kritischer sehen, als er war. „Die einzige Statistik, die mich interessiert hat, war das Ergebnis. Wir haben das Spiel gewonnen.“ Nun gehe es darum, die angesprochenen Punkte zu verbessern und „einen Schritt voranzukommen“.

Personell sieht es vor der Reise nach Berlin gut aus. Lediglich Sirlord und Christian Conteh fallen aus, Adam Kölle ist derweil nach seinem ausgeheilten Muskelfaserriss in dieser Woche ins Training zurückgekehrt.