Gerüchte um Verkauf

Wie geht es weiter mit der Steinheimer „Heiderose“?

Gerüchte um den Verkauf der Steinheimer Ausflugsgaststätte „Heiderose“ halten sich hartnäckig. Die derzeitige Eigentümerin will Anfragen nicht beantworten und droht stattdessen mit rechtlichen Schritten.

Die Steinheimer Ausflugsgaststätte „Heiderose“ ist derzeit geschlossen. Auf der Homepage hieß es zunächst noch bis Ende Januar, mittlerweile steht dort bis Ende Februar. Danach werde bekanntgegeben, wie es weitergeht.

Darauf warten nicht nur die Steinheimerinnen und Steinheimer gespannt. Denn seit der Schließung halten sich hartnäckig Gerüchte, dass die Gaststätte verkauft werden soll. Gerüchte, die die Eigentümerin laut HZ-Informationen bereits mehreren Personen gegenüber bestätigt haben soll. Als mögliche Käuferin werde immer wieder die GmbH eines in der Immobilienbranche bekannten Heidenheimers genannt, der auch in der Gemeinde Steinheim in der Vergangenheit bereits einen Betrieb aufgekauft hat. Eine HZ-Anfrage bei dieser angeblichen Käuferin blieb unbeantwortet.

Das Interesse der Menschen an der Zukunft der „Heiderose“ ist groß, sogar eine im Telefonbuch stehende Namensvetterin der Eigentümerin bekam bereits etliche Anrufe.

Die HZ wollte per E-Mail und Telefon offiziell bei der „Heiderose“ nachfragen, erhielt aber keinerlei Antwort. Auch ein Versuch, über die Gemeinde Steinheim in Kontakt mit der Eigentümerin zu treten, blieb erfolglos. Stattdessen ließ sie über ihren Anwalt rechtliche Konsequenzen ankündigen, sollte die HZ nicht von weiteren Kontaktversuchen absehen.

Die „Heiderose“: mehr als 70 Jahre Gastro-Geschichte

Dass das Interesse an der Zukunft der „Heiderose“ so groß ist, liegt an der langen Geschichte des Ausflugslokals, das fest auf der Steinheimer Schäfhalde und in der Gemeinde verwurzelt ist: 1953 wurde sie als „Erfrischungsgaststätte“ von Eugen Geiger eröffnet und später von seinem Schwiegersohn Otto Ziegler geführt. Nach mehreren Verpachtungen, war schließlich bis 2016 Margit Körner, die Tochter von Otto Ziegler, gemeinsam mit ihrem Mann Chefin der „Heiderose“. Nach mehr als 60 Jahren in Familienbesitz wurde der Betrieb 2015 verkauft und im Januar 2016 unter neuer Führung wieder eröffnet.