Musikschule

Musical, Rumba und Symphonic Metal: Was beim Konzert von „Musical Generations“ in Steinheim alles geboten wird

Die Gesangsformation „Musical Generations“ tritt mittlerweile in neuer Besetzung auf. Der erste Auftritt der Gruppe seit einem Jahr steht nun in der Musikschule Steinheim an. Es soll ein Abend ohne Schubladendenken werden.

Schubladen sind eigentlich eine feine Sache. In Steinheim sind sie allerdings illegal. Oder zumindest unerwünscht, am 28. Februar, um genau zu sein. An diesem Tag steht die Gesangsformation „Musical Generations“ in der Musikschule auf der Bühne. Unterschrieben ist dieser Auftritt mit „Ein Abend ohne Schubladen“. Genreübergreifende Songs will die Gruppe präsentieren. Sie will zeigen, dass Musical mehr sein kann, als das, was sich so manche darunter vorstellen.

Dass dieses Konzert überhaupt stattfindet, war zunächst gar keine so sichere Sache. Ben Retetzki, der neben Dina Tanzmann, Vivi Mader und Noah Kresse Gründungsmitglied der Gruppe ist, hat die „Musical Generations“ mittlerweile verlassen – ihn hat es in seine Geburtsstadt Aachen zurückgezogen. „Ohne Ben wollten wir nur weitermachen, wenn wir einen würdigen Nachfolger finden“, berichtet Dina Tanzmann. Mit Niklas Hug, einem klassisch ausgebildeten Tenor, haben sie das letztlich getan.

Beim vergangenen Konzert der „Musical Generations“ regnete es neben Applaus auch Konfetti.
Beim vergangenen Konzert der „Musical Generations“ regnete es neben Applaus auch Konfetti. Foto: Andreas und Rahel Dierolf

Nun steht das erste Konzert der Gruppe seit einem Jahr an. „Wir als Band, die die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne unterstützen, haben schnell wieder zusammengefunden“, erzählt Julian Kresse. Er selbst sitzt dabei am Schlagzeug, Brigitte Bruckner (Piano), Thorsten Ehm (Bass), Thomas Koch (Gitarre) und Jonah Kresse (Trompete) vervollständigen das Ensemble. „Im Gegensatz zur Band mussten wir Sänger uns erst wieder neu finden“, sagt Tanzmann. Schließlich erklinge mit Niklas Hug nun eine völlig neue Stimmfarbe in den „Musical Generations“.

Bei dem Abend ohne Schubladen werden so einige bekannte wie unbekannte Musical-Hits zu hören sein – mitunter sogar als Eigenarrangements der Gruppe. Das ist freilich der Größe des Ensembles geschuldet. „Disney-Songs sind zum Beispiel sehr orchestral angelegt“, erklärt Julian Kresse. Die fünfköpfige Band müsse sich dabei anderweitig behelfen.

Musical, Rumba und Symphonic Metal

Dieser „Nachteil“ erlaubt „Musical Generations“ jedoch gleichzeitig, zu experimentieren und sich dem Schubladendenken größtenteils zu entziehen. „Maria“ aus „West Side Story“ erklingt folglich als Rumba-Version; zudem nehmen sich die Musiker „The Phantom of the Opera“ an – in der Version der finnischen Symphonic-Metal-Band „Nightwish“.

„Wir orientieren uns an den bestehenden Partituren und Aufnahmen, geben den Songs aber eine andere Fülle“, so Kresse. Gelegentlich stoßen sie dabei an ihre Grenzen: An das raplastige Musical „Hamilton“ habe sich die Gruppe noch nicht herangetraut. Dennoch lautet das Versprechen: „An diesem Abend ist für jeden was dabei – nicht nur für Musical-Fans“, so Tanzmann.

Tickets für den Auftritt von „Musical Generations“ am Samstag, 28. Februar, ab 20 Uhr in der Musikschule Steinheim, gibt es im Vorverkauf in der Stadtbibliothek Heidenheim, bei Thorsten Schulze Augenoptik in Steinheim, bei Kaufmann Wohnen & Schlafen in Oberkochen sowie an der Abendkasse.

Die Heidenheimer Gesangsformation „Musical Generations“: (von links) Dina Tanzmann, Noah Kresse, Ben Retetzki und Viviane Steffens.

„Musical Generations“: vom Naturtheater Heidenheim zu eigenen Konzerten mit Broadway-Raritäten

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