Das „Candle-Light-Concert“ der Jugendkapelle des Musikvereins Schwäbische Trachtenkapelle Söhnstetten hat sich seit Jahren als festes kulturelles Ereignis etabliert. In der weihnachtlich geschmückten evangelischen Martinskirche bot das Nachwuchsorchester am Abend des Neujahrstages erneut einen stimmungsvollen Auftakt ins neue Jahr. Die stetig wachsende Zahl der Zuhörer unterstrich die Bedeutung des Konzerts, das vom Publikum mit anhaltendem Beifall gewürdigt wurde.
Das Programm zeigte eindrucksvoll, mit welcher Intensität die Jugendlichen seit September auf diesen Auftritt hingearbeitet hatten. Dirigentin Jana Risch stellte hohe Anforderungen, wählte anspruchsvolle Literatur aus und passte einzelne Werke gezielt an die Besetzung der Kapelle an. Das Ergebnis war ein klanglich ausgewogener und stilistisch vielfältiger Konzertabend.
Filmmusik aus „Jurassic Park“ und „Avatar“
Eröffnet wurde das Konzert mit der „Fascination Fanfare“ von Otto M. Schwarz. Welche Wege das Wasser findet, war beim anschließenden „Avatar“ von Simon Franglen lautmalerisch zu erleben. In allen Registern präsentierte sich das Orchester gut vorbereitet. Eine kurze Einschränkung ergab sich durch technische Störungen eines Funkmikrofons, die die ansonsten sachkundige und informative Moderation von Patricia Drechsler zeitweise beeinträchtigten.
Mit „Gabriellas Song“, von Jana Risch arrangiert, erklang ein Werk über Selbstbestimmung und Neubeginn. Daran schloss sich ein Titel von Elton John an, der Mut und Durchhaltevermögen thematisiert. Einer der klanglichen Höhepunkte des ersten Konzertteils war Michael Geislers „The Dream of Victory“, das mit dynamischen Kontrasten überzeugte.
Langanhaltender Applaus
Anschließend präsentierte die Jugendkapelle Filmmusik mit den „Highlights from Jurassic Park“, gefolgt von einem anspruchsvollen „Avicii Tribute“. Besonderen Eindruck hinterließ „Wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg, das Risch eigens für das Orchester bearbeitet hatte. Die Hoffnung auf Veränderung durch Mut und Zuversicht griff Drechsler in ihrer Moderation auf. Mit „Blinding Lights“ von The Weeknd setzte das Orchester einen rhythmischen Akzent, der beim Publikum großen Anklang fand. Den Abschluss bildete ein Medley mit Filmmusik von Hans Zimmer.
Zwei Zugaben beendeten den Abend, bevor sich Musiker und Zuhörer mit langanhaltendem Applaus von Jana Risch verabschiedeten. Nach ihrer Versetzung vom Heeresmusikkorps Ulm zum Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden und ihrem Studium an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf sind die Wege weiter geworden. Dem Musikverein Söhnstetten bleibt sie dennoch als Ausbilderin und Musikerin verbunden.

