Radverkehr vs. Sparmaßnahmen

Steinheimer sollen zunächst nur eine Fahrradstraße bekommen

Die beiden Fahrradstraßen in Steinheim waren ohnehin nicht ganz unumstritten. Nun fällt zumindest die Hälfte des Projekts vorerst Sparmaßnahmen zum Opfer.

So viel und ausführlich über Sinn und Unsinn des Radverkehrskonzepts und damit auch der beiden geplanten Fahrradstraßen parallel zur Steinheimer Hauptstraße diskutiert worden war, so schnell ging es jetzt plötzlich beim Einstampfen: Im Rahmen der Haushaltsberatungen einigte man sich im Gemeinderat darauf, die eingeplanten Kosten auf 60 Prozent zu reduzieren.

Mehr als eine halbe Million Euro in vier Jahren

Die Initiative hierzu ging von Christoph Müller (Freie Wählervereinigung) aus, der die geplanten Kosten in keiner Weise gerechtfertigt sah: „Wir planen hier mit 570.000 Euro in den kommenden vier Jahren und ich sehe einfach viele unnötige Dinge im Radverkehrskonzept.“ Er stellte klar, dass er nicht grundsätzlich etwas gegen die Stärkung des Radverkehrs habe, forderte aber, sich zunächst auf neuralgische Punkte wie Kreuzungsbereiche zu konzentrieren.

Im Gemeinderat stieß dieses Ansinnen auf wenig Kritik. Bürgermeister Holger Weise schlug vor, anstatt der geplanten zwei Fahrradstraßen zunächst nur eine von beiden umzusetzen: entweder die Albuchstraße oder die Hirschstraße. Welche es am Ende sein wird, soll noch geprüft werden. Ein Vorteil wäre, dass zunächst Erfahrungen gesammelt werden könnten, bevor die zweite Fahrradstraße zur Umsetzung kommt – oder eben nicht.