Geplanter Anbau

Söhnstetter Feuerwehr bekommt endlich ordentliche Umkleidemöglichkeiten

Die Zeiten, in denen sich die Söhnstetter Feuerwehrmänner und -frauen zusammen in der Fahrzeughalle umziehen mussten, sollen bald vorbei sein: Im Steinheimer Gemeinderat wurden nun die Pläne für den geplanten Anbau ans Feuerwehrmagazin vorgestellt.

Die Art und Weise, wie sich die Söhnstetter Feuerwehrleute im Einsatzfall umziehen müssen, ist schon lange nahezu untragbar: Mitten in der Fahrzeughalle zwischen den Einsatzfahrzeugen und im Winter ohne Heizung. Auch eine Trennung nach Geschlechtern gibt es bislang nicht.

Ein Anbau und einige Umbauten

Dieser Zustand soll bald ein Ende haben: Architekt Matthias Ott vom gleichnamigen Architekturbüro stellte jüngst dem Steinheimer Gemeinderat die Pläne für einen Anbau ans Söhnstetter Feuerwehrmagazin vor. Zusätzlich soll sich auch im Bestandsgebäude einiges ändern.

Der Anbau soll an der Westseite des Gebäudes entstehen und ein Flachdach mit zwei Oberlichtern bekommen. Ebenfalls an der Westseite des Neubaus wird es einen überdachten Alarmeingang geben, durch den die Einsatzkräfte direkt in den Umkleidebereich gelangen. Dieser wird durch einen Vorhang getrennte Bereiche für Männer und Frauen haben sowie jeweils einen Sanitärraum mit Toiletten, Waschbecken und Duschen. Neben den großen Spinden für die Aktiven soll es auch kleinere Spinde für die Jugendfeuerwehr geben. Zum Neubau wird zudem ein separater Technik- und Putzraum gehören.

Putzraum wird zur Werkstatt, Werkstatt wird zur Schmutz-Schleuse

Auch im bestehenden Feuerwehrmagazin wird sich einiges ändern: Der bisherige Putz- und Waschraum wird zur Werkstatt umgebaut, die bisherige Werkstatt wiederum soll zur Schmutz-Schleuse werden, in der nach dem Einsatz beispielsweise die Stiefel gewaschen werden können. Auf der gegenüberliegenden Seite der Halle wird eine Nische für den Anhänger entstehen. Zudem wird die Gaube auf dem Dach des Feuerwehrmagazins erneuert.

„Mit den Vorplanungen hatten wir im Herbst begonnen, in der Zwischenzeit fanden Abstimmungen mit der Feuerwehr und dem Kreisbrandmeister statt“, erklärte Architekt Ott. Auch Letztgenannter habe einige Anregungen zur Optimierung gehabt. „Aus seiner Sicht haben wir nun eine gute, kompakte und wirtschaftliche Planung.“

Apropos wirtschaftlich: Ganz billig werden die An- und Umbauten nicht: Insgesamt werden rund 1,2 Millionen Euro fällig, wobei aber auch mit einer Förderung aus dem Ausgleichsstock zu rechnen ist. Aus Sicht aller Beteiligten ist eine Veränderung unabdingbar. Bürgermeister Holger Weise: „Der Anbau ist im Bedarfsplan der Feuerwehr enthalten und wir brauchen ihn, um das Problem der Umkleiden in der Fahrzeughalle endlich zu lösen.“ Das sah auch der Gemeinderat so: Er stimmte einstimmig für den Entwurf und beauftragte die Gemeinde damit, einen Bauantrag zu stellen.

So kommen die Kosten zustande

Etwas mehr als 1,2 Millionen Euro sollen die An- und Umbaukosten in Söhnstetten betragen. Im Bereich des Rohbaus wird der Neubau, der eine Holzverkleidung bekommen soll, mehr als 591.000 Euro kosten, im Bestandsbau werden 102.500 Euro fällig. Im Bereich der technischen Anlagen betragen die Kosten im Neubau 207.500 Euro und im Bestandsbau 34.500 Euro. Mit den übrigen knapp 300.000 Euro werden die Außenanlagen und die Ausstattung bezahlt.