Unterstützung im Alltag

Seniorenarbeit und Nachbarschaftshilfe: Warum sich in Steinheim niemand einsam fühlen muss

Die Steinheimer Nachbarschaftshilfe feiert in diesem Jahr ihr Fünfzigstes. Im Juli hat der Förderkreis Seniorenarbeit die Trägerschaft übernommen: eine Win-win-Situation, denn die Kommunikationswege könnten nun kürzer gar nicht mehr sein.

„In Steinheim muss niemand einsam sein“, sagt Ingrid Schmidt aus voller Überzeugung. Sie muss es wissen, schließlich ist sie maßgeblich dafür verantwortlich. Seit 2002, also seit geschlagenen 24 Jahren, leitet sie die Nachbarschaftshilfe Steinheim, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. 26 Helferinnen und ein Helfer engagieren sich in der Gruppe, deren Mitglieder den älteren Steinheimerinnen und Steinheimern für kleines Geld im Haushalt zur Hand gehen, sie zum Arzt begleiten oder einfach mal ein offenes Ohr haben.

Dass sich nach wie vor so viele hier engagieren, ist nicht selbstverständlich. Andere ähnliche Gruppen im Landkreis Heidenheim sind schon längst nicht mehr da. Auch bei der Steinheimer Nachbarschaftshilfe kam im vergangenen Herbst die Frage nach der Zukunft auf: Die katholische Kirchengemeinde, die bislang die Trägerschaft innehatte, konnte das aufgrund des bürokratischen Aufwands nicht mehr leisten. Die Lösung für das Problem lag auf der Hand. Oder besser gesagt: wohnt im selben Haus. Ingrid Schmidts Mann Klaus ist Vorsitzender des Förderkreises Senioren. Kurzerhand wurde beschlossen, die Nachbarschaftshilfe unter dem Dach des Förderkreises aufzunehmen.