Verpackungsmüll

So geht Gelber Sack: Die fünf wichtigsten Regeln für optimales Recycling

Alles darf rein, was nicht Restmüll, Kompost, Papier oder Glas ist? So einfach ist es nicht beim Gelben Sack. Was tabu ist, wo die Abfuhr-Mitarbeiter ein Auge zudrücken und wie man selbst ganz einfach zu besseren Recycling-Ergebnissen beitragen kann: die fünf wichtigsten Regeln für optimales Recycling.

Die Abholung des Gelben Sacks ist kostenlos. Der Restmüll indes kostet. Das verleitet Menschen im ganzen Landkreis dazu, Abfälle in den Gelben Sack zu werfen, die dort nicht reingehören. Häufig dabei sind Windeln oder Elektro-Kleingeräte. Je mehr Gegenstände jedoch in den Säcken landen, die nicht hineingehören oder die schlecht voneinander zu trennen sind, desto weniger vom Inhalt kann recycelt werden. Die fünf wichtigsten Regeln, wie man den Gelben Sack optimal verwendet:

1. Diese Dinge dürfen in den Gelben Sack:

Erlaubt sind alle Kunststoffverpackungen für Lebensmittel, Verpackungsfolien, Kunststoffflaschen für Getränke und Kosmetik, Verbundverpackungen wie Milchtüten (Tetrapaks), Styroporverpackungen, Metalltuben (Senf), Metalldeckel und -schalen. Leere Konservendosen gehören im Landkreis Heidenheim in eigens dafür vorgesehene Sammelcontainer (wie Glascontainer). In anderen Landkreisen werden sie auch im Gelben Sack entsorgt.

2. Diese Dinge dürfen nicht in den Gelben Sack:

Nicht erlaubt sind Kunststoffgegenstände wie Gießkannen, leere Farbeimer, Plastikkörbe, Papier, Karton, Restmüll, Batterien und Akkus, Windeln, Glas, Biomüll und nicht entleerte Verpackungen. Ebenfalls nicht erlaubt ist Styropor, das nicht zu Verpackungszwecken eingesetzt wird. Darunter fallen sämtliche Styropore, die auf Baustellen zum Einsatz kommen, auch Trittschalldämmung für Laminat/Parkettböden. Hintergrund ist: Sie sind schwer entflammbar und damit eine eigene Müllkategorie, die beispielsweise im Entsorgungszentrum in Mergelstetten entsorgt werden muss.

3. Die richtige Entsorgung von Elektro(klein)geräten

Kein Elektrogerät darf im Gelben Sack entsorgt werden. Auch nicht, wenn es vermeintlich nur aus Kunststoff besteht. E-Zigaretten werden seit 1. Juli im Handel zurückgenommen, oder können in Entsorgungszentren abgegeben werden. Sie gehören weder in den Gelben Sack noch in den Restmüll. Weitere Elektrokleingeräte, die obendrein gefährliche Akkus haben, sind: In-Ear-Kopfhörer, Solarleuchten, Mini-Taschenlampen, elektrische Zahnbürsten (auch Einweg), leuchtende Schlüsselanhänger, Garten-Tischlampen, leuchtende Hundehalsbänder, leuchtfähige Jogging- oder Rad-Accessoires etc. Von all diesen Gegenständen geht im Abfallbearbeitungsprozess eine enorme Brandgefahr aus.

Elektrogeräte, wie die hier genannten, dürfen auch nicht in die Restmülltonne. Sie können an mehreren Sammelstellen des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs im Landkreis abgegeben werden. Batterien werden dort ebenfalls angenommen. Auch gibt es in Supermärkten, Drogerien oder Baumärkten oft Batterie-Sammelboxen.

4. Der originale Gelbe Sack ist der beste

Gelb-Sack-Abfälle werden streng genommen nur dann abgeholt, wenn sie auch in den original Gelben Säcken an der Straße bereitstehen. Allerdings: Befindet sich mal ein Sack dazwischen, der augenscheinlich ein Müllbeutel anderen Ursprungs ist, etwa weil die Gelben Säcke im Haushalt ausgegangen sind, so liegt es im Ermessen des Abholungsmitarbeiters zu beurteilen, was sich darin befindet. Ist es klar erkennbar Gelb-Sack-Müll, stehen die Chancen gut, dass der Sack mitgenommen wird. Aber: Sobald der Sack blickdicht ist oder der Inhalt uneindeutig ist, wird er stehen gelassen. Normale Müllbeutel sind in der Weiterbehandlung zudem problematisch, da sie nicht so leicht reißen wie der originale Gelbe Sack und somit in der Sortieranlage den Sortierprozess behindern können.

5. Bürger können die Recyclingquote enorm verbessern

Damit möglichst viele Stücke aus einem Gelben Sack recycelt werden können, müssen sie leicht zu sortieren sein. Dies bedeutet für Bürgerinnen und Bürger: Je besser der Müll bereits im Sack getrennt ist, desto erfolgreicher die spätere Sortierung. Daher: keine Verpackungen ineinanderstecken, keine Verpackungsarten absichtlich mischen (z. B. Plastikfolien in Joghurt-Becher reinknüllen), Papierteile von Plastikteilen trennen und getrennt entsorgen und: Deckel vom Joghurt-Becher komplett abreißen, statt ihn in den leeren Becher zu biegen.

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