Kirche

Renovierungsstress bis Weihnachten: Kirche in Oberstotzingen wird saniert

Nach Herbrechtingen und Lonetal ist jetzt Oberstotzingen an der Reihe: Die St.‑Martinus-Kirche ist eingerüstet. Doch nicht nur sichtbare Veränderungen sind geplant:

Alle fünf Jahre werden die Kirchen auf ihren Schadensstand überprüft, erklärt Vitus von Waldburg-Zeil. Er ist der leitende Pfarrer der Seelsorgeeinheit Lone-Brenz. Bei der letzten Untersuchung seien bei der St.‑Martinus-Kirche in Oberstotzingen einige Mängel aufgefallen, die zügig behoben werden müssten: „Es summiert sich dann halt“, sagt der Pfarrer. Die letzte Renovierung der Kirche in Oberstotzingen fand 2010 statt. Seit Anfang September laufen nun erneut Bauarbeiten.

Zunächst sollen die Aufhängungen der Kirchenglocken ausgetauscht werden. Bislang hingen sie an Stahljochen, die nun durch Eichenjochen ersetzt werden sollen. Zudem seien in der Spitze des Kirchturms einige Balkenteile angefault, die erneuert werden müssten. Bis zum Weihnachtsfest solle das Gerüst um den Turm aber abgebaut sein, hofft der Pfarrer.

Feuchtigkeit im Innenraum der Kirche

Doch mit dem Kirchturm sind die Renovierungsarbeiten noch lange nicht abgeschlossen. Gerade auf der Friedhofsseite sei die Kirchenmauer sehr feucht. Grund dafür seien unter anderem die Wasserabläufe zur Kanalisation, die im Laufe der Jahre stark beschädigt worden seien, erklärt Waldburg-Zeil. Die Feuchtigkeit habe auch im Inneren der Kirche ihre Spuren hinterlassen. So müssten auch einige Stützbalken im Innenraum ausgetauscht werden.

Für die gesamte Renovierung der Kirche sei ein halbes Jahr angesetzt. Die Planung dafür habe aber bereits vor drei Jahren begonnen, so Waldburg-Zeil. Der Grund dafür sei hauptsächlich der Denkmalschutz.

Sogar bei den Abwasserrohren kommt der Denkmalschutz und fragt, ob die alt und besonders sind.

Vitus von Waldburg-Zeil, Pfarrer

Finanziert wird die Renovierung größtenteils von der Diözese, aber zu einem gewissen Anteil auch von der Kirchengemeinde selbst. Trotz der Renovierungsarbeiten findet der Gottesdienst in der St.‑Martinus-Kirche wie gewohnt statt.