Gelungene Premiere: Nattheims neue Bürgermeisterin Juliane Ulbert brauchte am Freitagabend genau einen Schlag mit dem hölzernen Hammer, um das erste Fass Bier für den 16. Breamahock anzustechen. Das gab viel Applaus, und auch Amtsvorgänger Norbert Bereska spendete kräftig Beifall. Ein Auftakt nach Maß also.
Wenig später stand Bereska dann selbst im Mittelpunkt: Aus den Händen des Breitenbrunner Bürgermeister Lars Dsaak wurde dem Alt-Schultes für seine Verdienste um die Gemeindepartnerschaft die Breitenbrunner Ehrenbürgerschaft verliehen.
Der Breamahock in Nattheim 2026
Seit 2009 etabliert
Seit 2009 gibt es den Breamahock als Fixpunkt im Nattheimer Dorfleben, und angesichts des beeindruckenden Zuspruchs, den das dreitägige Fest auch dieses Jahr wieder erlebte, muss man wohl feststellen, dass die Veranstaltung ziemlich optimal alle Fäden verknüpft, die in der Gemeinde vorhanden sind.

Da ist zum einen das Ambiente, also der so reizvolle wie klassische Dorfplatz zwischen Rathaus und Martinskirche. Da sind vor allem auch die Aktiven der Vereine aus Nattheim, Auernheim, Fleinheim und Steinweiler, die, unterstützt von Bauhof und Verwaltung, ein vielfältiges Programm auf die Beine stellen, das über einen bloßen Hock weit hinausreicht. Und nicht zuletzt sind da die Menschen, die dieses Angebot mit großem Zuspruch würdigen.
Das bewies sich bereits am frühen Freitagabend, als der Martinsplatz sich schon kurz nach dem Bieranstich gut gefüllt hatte. Auch an den Ständen, die kühle Getränke und vielfältige Speisen boten, war bereits guter Betrieb.
Begleitet wurde der Auftakt ganz traditionell durch die Blasmusik des Musikvereins Auernheim, bevor gegen Abend auf der großen Bühne die Formation „Rockspitz“ übernahm. Die erfahrenen Musikerinnen und Musiker aus Krumbach machten den Platz zum Rock-Open-Air. Und für alle, die danach noch Energie hatten, ging es mit DJ Matti im „Breamanest“ weiter.
Viel Musik bis in die Nacht
Der Samstag begann zunächst sportlich mit dem sechsten Härtsfeld-Mountainbike-Marathon, der am Nachmittag in der Ortsmitte startete. Gegen Abend spielten zuerst die Ramensteiner auf, bevor mit den Bands „In Bloom“ und „Wanted“ erneut gerockt wurde und die Massen sich vor den Bühnen versammelten.

Zu „In Bloom“ gehören Musiker, die bereits in etlichen Bands Erfahrung gesammelt haben und heute vor allem eine bunte Vielfalt an Hots covern. Überraschung am Rande: Verstärkt unter anderem durch Gemeinderat und Breamahock-Motor Tobias Weber und seine Frau Anke wurde frei nach Rio Reiser der „König von Nattheim“ besungen. „Wanted“, in der Region bestens bekannt, rockte dann bis weit nach Mitternacht.
Nach dem ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen luden die Vereine zum Mittagstisch auf dem Festgelände ein, begleitet von den Altheimer Musikanten. Zum Abschluss gab es noch ein Heimspiel für die Original Nattheimer Blasmusik, die den Ausklang gestaltete.
Aus Sicht von Tobias Weber fiel die Bilanz des Breamahocks denn auch rundum positiv aus. Die enge Zusammenarbeit der Vereine habe auch dieses Jahr wieder zum Erfolg geführt. Der beliebte Schweinebraten war jedenfalls am Sonntag kurz nach Mittag ausverkauft.
