Starker Schneefall

Starker Schneefall in der Nacht: Die erste Bilanz von Polizei und Feuerwehr im Landkreis Heidenheim

Starker Schneefall, Streufahrzeuge im Dauereinsatz und ein Unfall auf der A7. Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Ulm kam es in der Nacht zum Montag zu mehreren Unfällen. Und: Die Feuerwehren appellieren an die Bürger, rücksichtsvoll zu parken.

Starker Schneefall war am Abend auf den Straßen in Baden-Württemberg ursächlich für viele Unfälle. Auf der Autobahn 8 am Nordrand der Schwäbischen Alb nahe Aichelberg mussten mehrere Fahrzeuge abgeschleppt werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Streufahrzeuge und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Auch im Landkreis Heidenheim kam es zu mehreren Unfällen.

Polizei Ulm zieht erste Bilanz

«Unfälle über Unfälle über Unfälle», sagte ein Polizeisprecher schon am Sonntagabend. Für die Nacht erwarteten die Beamten sogar noch eine weitere Verschärfung der Lage.

Am frühen Morgen dann zog das Präsidium Ulm erste Bilanz: Zwischen Sonntag, 19 Uhr, und Montag, 5 Uhr, war es zu etwas über 50 Verkehrsunfällen gekommen. Diese verteilten sich auf die Landkreise wie folgt: Biberach (6), Heidenheim (7), Göppingen (18), Ulm (7) und Alb-Donau-Kreis (11). Das Polizeipräsidium Ulm schätzt den Gesamtschaden auf über 350.000.

Landkreis Heidenheim: Unfall auf der Autobahn A7

Im Landkreis Heidenheim kollidierte ein Lkw auf der A7 mit einem Räumfahrzeug. Ein 32-jähriger Lkw-Fahrer war gegen 23.30 Uhr auf der linken Spur in Richtung Süden unterwegs. Als er aufgrund des Verkehrs seinen Iveco abbremsen musste, geriet sein Anhänger ins Schleudern. Der Sattelzug prallte zunächst in die Mittelleitplanke und anschließend in das Heck eines Räumfahrzeugs, das von einem 29-Jährigen gelenkt wurde. Beide Fahrer blieben unverletzt. Der Verkehrsdienst Heidenheim schätzt den Gesamtschaden an den beiden fahrbereiten Fahrzeuge auf 18.000 Euro.

In der Nacht zum Montag fielen in Heidenheim teils mehr als 15 Zentimeter Schnee. Dennis Straub

Feuerwehr appelliert: Rücksichtsvoll parken

Seitens der Feuerwehren im Landkreis Heidenheim gibt es bislang keine Berichte über witterungsbedingte Einsätze. Die Wehren appellieren jedoch an Anwohner und Autofahrer, beim Schneeräumen auf Hydranten zu achten und diese freizuhalten. Außerdem bittet der Kreisfeuerwehrverband darum, trotz der Schneeberge an den Straßenrändern so zu parken, dass Rettungs- und Einsatzfahrzeuge weiter auch durch Straßen in Wohngebieten fahren können.

Die engen Straßen sind überdies ein Problem für Müllfahrzeuge. So könne es am Montag und am Dienstag zu Verzögerungen bei der Abholung kommen, teilt das Entsorgungsunternehmen WRZ Hörger aus Sontheim/Brenz mit. 

Räum- und Streupflicht: Das müssen Bürger beachten

Bürgerinnen und Bürger haben die Pflicht, die Gehwege an ihren Wohngebäuden gefahrlos begehbar zu halten. In Heidenheim gilt diese Pflicht beispielsweise werktags ab 7 Uhr, sonn- und feiertags ab 9 Uhr. Diese Pflicht endet um 21 Uhr.

Zum Bestreuen ist in Heidenheim abstumpfendes Material wie z.B. Sand, Splitt oder Asche zu verwenden. Die Verwendung von Auftausalzen ist in Heidenheim verboten. Sie dürfen ausnahmsweise bei Eisregen, bei überfrierender Nässe und ähnlichen wetterbedingten Ausnahmefällen verwendet werden; hierbei ist der Einsatz von allerdings Auftausalzen so gering wie möglich zu halten. Hier weitere Infos.

Jede Kommune hat in der Regel eine eigene Satzung zur Räum- und Streupflicht für ihre Bürgerinnen und Bürger, die meist auf der Internetseite der Gemeinde zu finden ist.

Katja Wolski und ihre Familie haben auf dem Mittelrain in Heidenheim eine zwei Meter große Schnee-Glücks-Winkekatze gebaut.

Über Nacht ist alles weiß: HZ-Leserinnen und Leser fotografieren den Wintereinbruch am 26.1.2025

Schnee, wohin man schaut: In der Nacht zum Montag fielen im Landkreis Heidenheim teils bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. HZ-Leserinnen und Leser haben den üppigen Wintereinbruch in Fotos festgehalten.
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Polizei Aalen meldet 65 Unfälle

In allen drei Landkreisen des Polizeipräsidiums Aalen kam es seit Sonntagnachmittag ebenfalls zu einer Vielzahl an witterungsbedingten Verkehrsunfällen. Insgesamt verzeichnet die Polizei 65 Verkehrsunfälle mit einem Gesamtsachschaden von über 450.000 Euro und drei leichtverletzten Personen. 15 der 65 Unfälle ereigneten sich im Ostalbkreis. Bei zwei der Unfälle erlitten Beteiligte leichte Verletzungen. Der Sachschaden wird auf etwa 115.000 Euro geschätzt.

Probleme an den Albaufstiegen

Noch brenzliger war die Lage an den Albaufstiegen: Präsidiumsweit kamen Lkws und Autos an verschiedenen Anstiegen nicht mehr weiter und mussten durch das THW freigeschleppt werden. Die A8 in Fahrtrichtung München war zwischen Kirchheim und Aichelberg von 20 Uhr bis Mitternacht voll gesperrt. Ab 0 Uhr konnte eine Spur für Pkws freigegeben werden. Durch das THW mussten mehrere Fahrzeuge und Lkws den Aichelberg nach oben gezogen werden.