Block B des ehemaligen Atomkraftwerks Gundremmingen wurde Ende 2017 abgeschaltet. Block C wurde Ende 2021 endgültig vom Netz getrennt. In beiden Blöcken läuft seither der Rückbau. Wie der Betreiberkonzern RWE bekanntgibt, sind im zweiten Quartal 2026 in beiden Blöcken zwei Großkomponenten erfolgreich demontiert worden: In Block B, der bereits frei von Brennelementen ist, wurde der Dampftrockner ausgebaut. In Block C, in dem noch bis Ende 2026 radioaktive Brennelemente im Abklingbecken lagern, wurde der letzte Niederdruckläufer – dabei handelt es sich um eine Großturbine – ausgebaut, entschaufelt und verpackt für den Transport zur weiteren Bearbeitung. Für dieses Jahr plant RWE mit einer Abbaumasse von ca. 3000 Tonnen. Der Rückbau verlaufe planmäßig, heißt es seitens des Unternehmens.

Parallel zum AKW-Rückbau gibt es Pläne, auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks einen Fusionsreaktor zu betreiben. Mit Beginn 2027 sollen zunächst sogenannte Hochtemperatur-Supraleitkabel, die zum Bau von Hochleistungsmagneten benötigt werden, auf dem Gelände gefertigt werden. Im weiteren Verlauf soll auch die Magnetfertigung für das Fusionskraftwerk in Gundremmingen aufgebaut werden.
Anfang 2027 soll zudem in direkter Nachbarschaft ein 400-Megawatt-Großbatteriespeicher ans Netz gehen. Für diesen laufen seit Oktober 2025 die Bauarbeiten.
