Nach ungültiger Wahl: Bachhagel hat neuen Gemeinderat
Es war milde ausgedrückt ein kleiner Schock im Bachtal, als im Juli dieses Jahres bekannt wurde, dass das Wahlergebnis der Kommunalwahl im März für ungültig erklärt wurde. Grund war hierfür ein Formfehler innerhalb der „Wählergemeinschaft Burghagel“, die nun von der Wiederholungswahl am 25. Oktober ausgeschlossen wurde. Bei der Wiederholung erhielt der Bürgerblock Bachhagel die klare Mehrheit.
Neue Räte im Bachtal
Bei der Nachwahl bekam nach Auszählung aller Stimmbezirke der Bürgerblock Bachhagel 55,9 Prozent der Stimmen (plus 10,4 Prozent), dahinter landete die Wählergemeinschaft Oberbechingen (WGO) mit 29,1 Prozent (plus 8,4 Prozent) und die Grünen mit 15 Prozent (plus 5,5 Prozent). Im neuen Gemeinderat hat der Bürgerblock Bachhagel damit acht Sitze, die WGO kommt auf vier Sitze und die Grünen auf zwei. Bis auf die Stimmen für die Wählergemeinschaft Burghagel gleicht sich dieses Ergebnis der Wahl im März deutlich an.
Die Wahlbeteiligung lag bei 45,8 Prozent. Bachhagel hat rund 2400 Einwohner und etwa 1900 Wahlberechtigte. Im März lag die Wahlbeteiligung bei rund 65,3 Prozent.
Für den Bürgerblock Bachhagel wurden Bruno Schilling (Stimmkönig: 990 Stimmen), Sophia Krämmel, Dietmar Burkhard, Ilona Munz (neu), Stefan Honold, Klaus Allmendinger, Christian Wengert und Julia Mayer (neu) ins Gremium gewählt. Ihnen folgen von der Wählergemeinschaft Oberbechingen Werner Kobinger, Michael Schmauder, Christian Rehm und Matthias Wiedemann (neu) sowie Barbara Merk und Stefan Schneid (neu) von den Grünen.
Gründe für die Wiederholung
Zu den Hintergründen teilte das zuständige Landratsamt im Juli mit: „Bei der regulären Nachprüfung der Wahlunterlagen, zu der die Behörde verpflichtet ist, hat das Landratsamt festgestellt, dass die ‚Wählergemeinschaft Burghagel‘ ihre Kandidatinnen und Kandidaten nicht in geheimer Wahl, sondern diese entgegen den verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Bestimmungen offen per Handzeichen bestimmt und aufgestellt hat.“
Die „Wählergemeinschaft Burghagel“ durfte bei der Nachwahl nicht antreten. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit des Wahlvorschlags werde in erster Linie beim jeweiligen Wahlvorschlagsträger gesehen, begründete das Landratsamt. Die Auswirkungen am Ratstisch sind dadurch deutlich: Drei Listenmitglieder wurden in den Gemeinderat gewählt und schieden dennoch aus. Dennoch ist Burghagel im Gremium vertreten: Ilona Munz war beim Bürgerblock im Vorhinein ein Listenplatz zugesprochen worden, was aus der Solidarität der Ratskollegen entsprang.
