Die angekündigte Sperrung und der notwendige Ersatzneubau der Kochertalbrücke im Zuge der B 19 stellen Ostwürttemberg vor eine der größten infrastrukturellen Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwürttemberg appelliert daher an Bund, Land, Regierungspräsidium, Landkreise und Kommunen, den Ersatzneubau mit höchster Priorität voranzutreiben und alle rechtlichen, technischen und organisatorischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um Bauzeit, Verkehrsbehinderungen und wirtschaftliche Schäden so gering wie möglich zu halten.
"Die B19 verbindet die Wirtschaftsräume Stuttgart, Schwäbisch Gmünd, Aalen und Heidenheim und ist eine der zentralen Verkehrsachsen Ostwürttembergs", heißt es in einer Pressemitteilung der IHK. "Sie ist von erheblicher Bedeutung für Industrie, Handwerk, Handel, Logistik sowie den Pendlerverkehr." Entlang dieser Strecke seien zahlreiche exportorientierte Unternehmen – darunter international erfolgreiche Mittelständler und Weltmarktführer – ebenso ansässig wie viele kleine und mittlere Betriebe. "Eine länger andauernde Einschränkung der Leistungsfähigkeit dieser Verbindung wird sich unmittelbar auf Lieferketten, Produktionsabläufe, Erreichbarkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Wirtschaftsraums auswirken."
