Aujeszkysche Krankheit bei Wildschwein im Landkreis Dillingen nachgewiesen
Bei einem im Gemeindegebiet von Laugna im benachbarten Landkreis Dillingen an der Donau erlegten Wildschwein wurden Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Das Veterinäramt bittet Jäger, Hundehalter und Schweinehalter um erhöhte Aufmerksamkeit.
Für Hunde, Katzen und Wiederkäuer tödlich
Die Viruserkrankung ist für Menschen ungefährlich, verläuft bei Hunden, Katzen und Wiederkäuern jedoch immer tödlich. Bei Wildschweinen bleibt eine Infektion häufig unauffällig, bei Hausschweinen kann sie schwere Krankheitsverläufe verursachen und ganze Bestände bedrohen.
Schweinehalter sollten konsequent auf Biosicherheitsmaßnahmen achten und den Kontakt zwischen Wild- und Hausschweinen sowie mit Futter, Einstreu und Gerätschaften verhindern. Dies gilt besonders für Auslauf- und Freilandhaltungen. Jäger sollten rohes Fleisch, Innereien und Reste erlegter Wildschweine nicht an Hunde verfüttern. Hundehalter sollten zudem verhindern, dass ihre Tiere unbeaufsichtigt Kontakt mit verendeten Wildschweinen haben.
Kein Nachweis bei gehaltenen Schweinen
Deutschland gilt bei gehaltenen Schweinen derzeit als frei von der Aujeszkyschen Krankheit, nicht jedoch bei Wildschweinen. In Bayern werden jährlich bei etwa zehn bis zwölf Prozent der untersuchten Proben Antikörper nachgewiesen. Ein Eintrag aus der bayerischen Wildschweinpopulation in Hausschweinbestände wurde bislang nicht beobachtet.
Weitere Informationen gibt es unter www.lgl.bayern.de sowie beim Veterinäramt Dillingen unter Telefon 09071.51280 oder per E-Mail an veterinaer@landratsamt.dillingen.de.
