Es trifft zu, dass Aufrüstung im eigenen Land Kapitalvernichtung bedeutet. Die Waffen verrosten im besten Fall. Indes: Die Friedensaktivisten übersehen, dass Sicherheit die Voraussetzung von Freiheit ist. Man kann der Meinung sein, von Putins Russland gehe keine Bedrohung aus. Das vertreten die Linke und die AfD. MdB Kiesewetter und der Militärhistoriker Prof. Dr. Neitzel sahen das in Königsbronn zu Recht anders. Das Argument „Schulden für die Rüstung“ zieht nicht. Die müssten nicht sein. Unter „Friedenskanzler“ Willy Brandt betrug der Verteidigungsetat sogar fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damals konnte die Politik noch entscheiden, was wichtig ist. Zur Zeit erkennt man das eher nicht.
Dr. Peter Brause, Markdorf