Auf dem Rathausplatz und rund um die Hammerschmiede traf man sich am Wochenende in Königsbronn: Das Straßenfest war in den Juli verlegt und erstmals mit dem Kinderfest kombiniert worden. Hintergrund dieser Entscheidung, die der Gemeinderat getroffen hat, ist die noch offene Zukunft des Straßenfests, das man vor zwei Jahren in Königsbronn nach 19-jähriger Pause erstmals wieder aufleben ließ. Angesichts von Aufwand und Kosten gab es die Überlegung, das Fest nur alle zwei Jahre zu veranstalten. Eine weitere Option, die jetzt geprüft wurde: Synergien mit dem Kinderfest schaffen, sodass einerseits Aufwände nur einmal für beide Feste notwendig wurden und andererseits das Kinderfest im Königsbronn eine Aufwertung erfahren sollte.
Gelungene Premiere: Königsbronner Straßen- und Kinderfest 2026
Wie es funktioniert hat
Laut Bürgermeister Jörg Weiler blieb der Auftritt von „The Queen Kings“ am Freitagabend vom starken Regen verschont, der am frühen Abend niederging. Mit rund 450 verkauften Karten war man bei der Gemeinde sehr zufrieden, die Kosten für die Band wurden refinanziert. Bei bester Verpflegung durch die Königsbronner Vereine konnte man sich rund um den Brenzursprung von den bekannten Songs der Band „Queen“ unterhalten lassen. Im kulinarischen Angebot waren beispielsweise Würste, Flammkuchen und Backwaren.

Am Samstag sammelten sich rund 450 Kinder aus den beiden Königsbronner Kindergärten sowie der Georg-Elser-Grundschule zum Festzug. „Auch die Vereine, die beim Straßenfest dabei sind, haben sich diesmal dem Festzug angeschlossen“, so Jörg Weiler. Dadurch war schon nachmittags viel los auf dem Rathausplatz, der statt des Klosterhofs als Ziel des Festzugs diente. Hinter der Hammerschmiede hatten die Eltern eine Spielstraße eingerichtet, ein Zauberer trat auf und auch Fahrgeschäfte waren vorhanden.

Der sehr gut besuchte Samstagabend wurde musikalisch von der Coverband „Shark“ bestritten. Der Sonntagvormittag startete mit einem ökumenischen Gottesdienst, der in der Hammerschmiede stattfand. Danach war Blasmusik angesagt, zunächst von der Trachtenkapelle Kolbnitz aus Königsbronns Partnergemeinde Reißeck (Österreich), dann trat „Volles Rohr Böhmisch“ auf.

Für Bürgermeister Weiler war die Kombination von Straßenfest und Kinderfest gelungen. „Es hat dem Kinderfest unheimlich Auftrieb gegeben“, sagte er am Sonntag. Er persönlich sprach sich für einen jährlichen Turnus aus. „Wenn wir Kosten sparen wollen, könnte man die Veranstaltung am Freitagabend nur alle zwei Jahre anbieten“, meinte er. Die Entscheidung treffe aber letztlich der Gemeinderat, dem er nicht vorgreifen wolle.
Wechsel in der Organisation
Bereits das frühere Straßenfest in Königsbronn war von Uli Kollwitz organisiert worden, und so war es bei der Neuauflage zunächst auch geblieben. 2026 war allerdings das letzte Fest, für das der rührige Königsbronner verantwortlich zeichnete. „In diesem Jahr fand eine Übergabe an die Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung statt, die die Organisation künftig übernehmen werden“, so Bürgermeister Jörg Weiler. Dies sind die stellvertretende Hauptamtsleiterin Viktoria Grill und Daniela Rösel, Mitarbeiterin im Hauptamt. Auch Ortsbaumeister Jörg Bielke, der für die technische Organisation verantwortlich ist, und die Amtsbotin Ulrike Lindner, die Besucher und Bands koordinierte, waren für die beiden Feste im Einsatz.
