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Zu Gast bei „Galileo“: Deshalb gab Hermaringens Bürgermeister Lennart Schmeißer einen Einblick in seine Finanzen

Ein Bürgermeister im „Gehalts-Check“: Lennart Schmeißer war am Montagabend zu Gast bei ProSieben und „Galileo“. Dabei gab Hermaringens Gemeindeoberhaupt Einblicke in seine Einnahmen und Ausgaben:

Monatlich 30 Euro für Proteinpulver, weitere 30 Euro für den Friseur, 150 Euro für Treffen mit Freunden. Am Montag lernte man einen Bürgermeister aus der Region von einer ganz anderen Seite kennen. Lennart Schmeißer, Schultheiß von Hermaringen, teilte in der ProSieben-Sendung „Galileo“ intime Details aus seinem Privatleben mit und gewährte dabei vor allem Einblicke in sein Portemonnaie. Doch wie kam es dazu?

Intime Einblicke des Bürgermeisters

„Der eine sitzt im Panzer, der andere im Rathaus. Doch wie viel verdienen sie?“ Mit diesen Worten kündigte Moderator Aiman Abdallah das Segment „Gehalts-Check“ in der Montagssendung von „Galileo“ an. Und tatsächlich: Neben dem Berufssoldaten „Stephen“ aus Stetten am kalten Markt wird auch „Lennart“ aus Schnaitheim vorgestellt. Dabei sollen die deutlichen Unterschiede zwischen den beiden Berufen aufgezeigt werden. Ob Bürgermeister oder Berufssoldat – beide übernehmen auf ihre Art Verantwortung und beide können das Leben anderer Menschen beeinflussen.

Für das jüngste Gemeindeoberhaupt des Landkreises ist genau dieser soziale Aspekt laut Beitrag der Kern seiner Arbeit im Hermaringer Rathaus: „Da hat man jeden Morgen, wenn man zur Arbeit geht, Respekt davor, dass man den Job eben gut macht, weil es sich eben auf das Leben von Menschen auswirkt.“ Dabei sei die Zahl der Menschen in der Gemeinde egal, so Schmeißer.

Im Mittelpunkt des Beitrags stehen derweil andere Zahlen: 9015 Euro brutto verdient Schmeißer als Bürgermeister. Das entspricht 7085 Euro netto. „Das preiszugeben, hat mir überhaupt nichts ausgemacht“, sagt der 26-Jährige auf HZ-Anfrage. Schließlich arbeite er im öffentlichen Dienst. Als Bürgermeister gebe man ohnehin einen Großteil seiner Privatsphäre ab, sagt Schmeißer. „Ich habe da nichts zu verbergen. Würde mich jemand privat fragen, würde ich es ja auch sagen, was ich für gewisse Dinge ausgebe.“ Das sei auch der Grund für die Teilnahme bei der Fernsehsendung gewesen. Lang gefackelt habe das Gemeindeoberhaupt nach der Anfrage von ProSieben nicht.

Schmeißer verpasste Beitrag

Das Kamerateam begleitete Schmeißer im September einen ganzen Tag lang. Auf der Agenda standen unter anderem der Spatenstich für den Glasfaserausbau und die Sitzung des Gemeinderats. „Ich weiß nicht, ob man sich daran gewöhnt, wenn häufiger ein Filmteam dabei ist, aber für mich war das dann doch sehr komisch“, gibt Schmeißer zu. Dabei wurden nach und nach auch seine monatlichen Ausgaben beleuchtet. Diese reichten von den Friseurkosten über Ausgaben für Lebensmittel bis hin zur Tilgung seiner Wohnung.

Selbst im Fernsehen gesehen hat der gebürtige Schnaitheimer den Beitrag nicht: Zunächst habe es geheißen, der Beitrag werde im November ausgestrahlt. Im Laufe des Montags habe er dann von der Ausstrahlung am Abend erfahren. „Selbst anschauen wäre schon cool gewesen, aber ich hatte leider keine Zeit.“ Aufgrund der kurzfristigen Ankündigung habe es bislang auch keine Reaktionen aus der Familie gegeben, so Schmeißer. Nur sein bester Freund Christian Hofele, der ebenfalls im Beitrag vorkam, wusste im Großen und Ganzen Bescheid. „Der fand das gut. Beim Rest weiß ich gar nicht, ob die das auch mitbekommen haben.“