Wahl am 1. Februar

Warum Felix Fetzer Bürgermeister von Hermaringen werden möchte

Der aus Hohweiher stammende Felix Fetzer bewirbt sich auf den Posten des Bürgermeisters in Hermaringen. 2017 hatte er sich bereits in Giengen zur Wahl gestellt.

Koch, Hoteldirektor, Lkw-Fahrer und Betriebswirt: Die Liste der Jobs und Bildungsgrade von Felix Fetzer ist lang. Jetzt möchte der 40-Jährige noch einen weiteren hinzufügen, und zwar „Bürgermeister“. Fetzer, der in Hohweiher aufgewachsen ist, ist einer der fünf Kandidatinnen und Kandidaten, die sich am 1. Februar in Hermaringen zur Wahl stellen. Für ihn sei das „eine Herzensangelegenheit“, sagt er, denn obwohl er heute in Burgberg lebt, sei Hermaringen für ihn immer noch die Heimat.

Auf den Wahlkampf dort fühlt sich Fetzer gut vorbereitet, immerhin hat er bereits eine gewisse Erfahrung: 2017 bewarb sich der damals 31-Jährige um den Posten des Oberbürgermeisters von Giengen; im ersten Wahlgang erhielt er allerdings nur 0,9 Prozent der Stimmen. „Als Dieter Henle sich bewarb, war mir gleich klar, dass das nichts wird“, sagt Fetzer heute. Er sieht den Wahlkampf in Giengen als interessante Erfahrung, aus der er viel gelernt habe. In der Zwischenzeit habe er außerdem weiter wachsen und Erfahrung sammeln können.

Vom Koch zum Hoteldirektor

Damit meint Fetzer auch seine berufliche Karriere: Der gelernte Koch absolvierte nach seiner Ausbildung ein betriebswirtschaftliches Studium und arbeitete ab 2019 drei Jahre lang als Direktor eines Hotels in Nördligen – bis zum Beginn der Corona-Pandemie. Nach seiner Rückkehr nach Burgberg erwarb er einen Lkw-Führerschein und arbeitete zwei Jahre lang als Lkw-Fahrer, bevor er eine Stelle im Controlling und Qualitätsmanagement im sozialen Bereich annahm, die er heute noch hält.

Für Hermaringen beabsichtigt der 40-Jährige, seine gesammelte Erfahrung einzubringen, er hat aber auch konkrete Ziele, die allesamt einfach und kostengünstig umzusetzen sein sollen: Am Kindergarten möchte er eine verkehrsberuhigte Zone einrichten, im gesamten Ort ein Verbot für den Lkw-Durchfahrtsverkehr erwirken, mit eventuell möglichen Ausnahmen gegen Zahlung einer Gebühr.

Einzelne Bürgerinnen und Bürger sowie die örtlichen Vereine möchte Fertzer „organisatorisch und finanziell unterstützen“, hauptsächlich durch die bessere Nutzung von Förderprogrammen. „Es gibt viele davon für ganz unterschiedliche Zwecke, aber einige Menschen wissen nicht, was sie alles abgreifen könnten.“ Durch das Aufzeigen aller Möglichkeiten könne man dafür sorgen, „dass kein Euro verschwendet wird“, so Fetzer weiter.

Medizinische Versorgung soll erreichbar sein

Die Digitalisierung und vor allem auch der Breitbandausbau sollen laut Fetzer forciert werden, zudem möchte er sich für die Ansiedlung einer Apotheke und, wenn möglich, sogar einer Kinderarztpraxis in Hermaringen einsetzen. Außerdem schreibt es sich als parteiloser Kandidat Bürgernähe und ein „gemeinsames Entscheiden, statt über die Köpfe hinweg“ auf die Banner. Mithilfe von Fördermitteln will der 40-Jährige FSJ-Stellen in Hermaringen schaffen, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich in ihrer Heimat zu engagieren.

Zu viel möchte Fetzer aber gar nicht ändern, denn „im Großen und Ganzen kann Hermaringen, durch die gute Arbeit von Bürgermeister Jürgen Mailänder und seiner Verwaltung in den vergangenen Jahren, so bleiben, wie es ist“.

Apropos Verwaltung: Sein eigener Mangel an Erfahrung in diesem Bereich macht Fetzer keine Sorgen. Zum einen seien die Bürgermeister der Vergangenheit auch ohne Studium der Verwaltung erfolgreich gewesen, zum anderen habe eigentlich jeder Mensch mit Haus und Familie Verwaltungserfahrung, wenn auch in einer anderen Größenordnung. Fetzer selbst ist verheiratet und hat zwei Kinder. Falls er bei der Wahl am 1. Februar erfolgreich ist, will er mit seiner Familie in die alte Heimat nach Hohweiher ziehen.

Termine des Wahlkampfs

Wer Felix Fetzer persönlich kennenlernen möchte, soll dazu im Januar mehrmals die Möglichkeit haben: Zum einen bei der offiziellen Kandidatenvorstellung, die am Freitag, 16. Januar, um 19 Uhr in der Güssenhalle stattfindet; zum anderen bei einem „politischen Frühschoppen“, den Fetzer am 25. Januar im Haus mit der Adresse Hohweiher 11 ausrichten möchte. Zwischen 9 und 14 Uhr gibt es dort Bier, Weißwürste und Gelegenheit zum Austausch.

Insgesamt fünf Namen werden bei der Hermaringer Bürgermeisterwahl am 1. Februar auf dem Wahlzettel stehen.

Das sind die fünf offiziellen Kandidatinnen und Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Hermaringen

Das Ende der Bewerbungsfrist ist erreicht: Hermaringen hat für die anstehende Bürgermeisterwahl fünf Kandidatinnen und Kandidaten. Kurz vor Schluss haben drei Bewerber ihre Kandidatur eingereicht, nun sind die Namen bekannt:
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