Hermaringen wählt am Sonntag, 1. Februar, einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin. Seit Mittwochabend, 18 Uhr, steht nun endgültig fest, zwischen wie vielen Kandidaten sich die Wähler entscheiden können. Auf Nachfrage teilt Harald Uherek von der Hermaringer Gemeindeverwaltung mit, dass bis zum Bewerbungsschluss insgesamt fünf Bewerbungen im Rathaus eingegangen sind.

Als Erste ihren Hut in den Ring geworfen hat die Dischingerin Theresa Schneidermeier. Die 25-Jährige gab ihre Kandidatur Anfang Dezember bekannt. Momentan arbeitet sie als Hauptamtsleiterin in ihrem Heimatort, zuvor hat sie „Public Management“ für den gehobenen Verwaltungsdienst studiert.

Mitte Dezember folgte Lennart Schmeißers Bewerbung um die Nachfolge von Bürgermeister Jürgen Mailänder. Der 25-jährige Schnaitheimer ist aktuell persönlicher Referent des Heidenheimer Oberbürgermeisters Michael Salomo. Schmeißer hat Verwaltungswissenschaft studiert.
Drei weitere Bewerbungen sind eingegangen
Nun haben sich über die Weihnachtszeit drei weitere Personen für eine Kandidatur in Hermaringen entschieden. Wie Harald Uherek mitteilt, handelt es sich um eine Frau und zwei Männer. Ob sie zur Wahl zugelassen werden, prüft am Donnerstagabend der Gemeindewahlausschuss. Ausschlaggebend ist, ob es den Bewerbern gelungen ist, jeweils zehn Unterstützungsunterschriften von Hermaringer Bürgern zu sammeln.
Vom Einwohnermeldeamt geprüft werde laut Uherek, ob die Unterzeichner bereits länger als drei Monate in der Gemeinde leben und ob sie das 16. Lebensjahr vollendet, sprich wahlberechtigt, sind. Wichtig sei zudem, dass die Unterstützer nur auf der Liste von jeweils einem Kandidaten auftauchen dürfen. Für mehrere Kandidaten zu unterschreiben, sei nicht erlaubt.
Für die Bewerbungen der Kandidaten Schneidermeier und Schmeißer sind diese Überprüfungen laut Harald Uherek bereits seit Längerem abgeschlossen. Sollte auch bei den drei neuen Bewerbungen formal nichts zu beanstanden sein, wird der Gemeindewahlausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Reihenfolge der Namen auf dem Stimmzettel festlegen – entsprechend des Eingangs der Bewerbung. Ab dann können die Namen laut Uherek auch der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.
Termin für die öffentliche Kandidatenvorstellung steht fest
Schneidermeier und Schmeißer haben im Gespräch mit der Heidenheimer Zeitung einen engagierten Wahlkampf angekündigt. Öffentlich präsentieren können sie und ihre Mitbewerber sich bei der von der Gemeinde organisierten offiziellen Kandidatenvorstellung, die am Freitag, 16. Januar, in der Güssenhalle stattfindet. Beginn ist um 19 Uhr. Weitere Details zum Ablauf des Abends wird der Gemeindewahlausschuss noch festlegen müssen.
Der Termin für eine mögliche Stichwahl – sollte im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen – steht ebenfalls bereits fest: Sonntag, 22. Februar. Bei diesem Wahldurchgang reicht dann die einfache Mehrheit der Wählerstimmen. Der Wahlsieger soll das Bürgermeisteramt zum 1. April übernehmen.

