Bebauungsplan

Gegen Wohnungsknappheit: In Hermaringen soll ein neues Wohngebiet entstehen

Gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus soll in Hermaringen auf einer 0,32 Hektar großen Fläche Wohnbebauung in „verdichteter Bauweise“ entstehen.

In seiner ersten Sitzung des Jahres 2026 hat der Hermaringer Gemeinderat einstimmig der Aufstellung eines Bebauungsplanes „Südlich der Kaisheimstraße“ zugestimmt. Erschlossen wird das Areal von privaten Investoren, für die Gemeindekasse entstehen keine zusätzlichen Kosten. Ziel ist, die Fläche in verdichteter Bauweise zu bebauen. Dabei will man sich an der bereits vorhandenen Umgebungsbebauung orientieren.

Die Gemeindeverwaltung wird den Aufstellungsbeschluss gemäß Baugesetz öffentlich bekannt machen und die Bürgerbeteiligung und die Anhörung der Träger öffentlicher Belange organisieren. Ein beauftragtes Ingenieurbüro werde nun „mit der weiteren Definition der Fläche und dem, was da drauf kommt“ beginnen, so eine Vertreterin des Planungsbüros, die das Vorhaben in der Gemeinderatssitzung vorstellte.

„Einfach mal machen“

Gemeinderat Wolfgang Nothelfer wollte wissen, ob es sich bei dem zu beschließenden Planwerk um einen vorhabensbezogenen oder einen angebotsbezogenen Bebauungsplan handeln würde und ob diese Differenzierung notwendig sei oder ob man „einfach mal machen“ könne. Grundsätzlich „mache man einfach mal“, so die Vertreterin des Planungsbüros, und ergänzte: „Das geht Richtung Angebotsbebauungsplan“. Es werde damit ein Rahmen für die bauliche Entwicklung vorgegeben, ohne bereits ein konkretes Vorhaben zu entwickeln.

Im nächsten Schritt wird das Ingenieurbüro nun die Planzeichnung, die textlichen Festsetzungen und die Begründung zum Bebauungsplan ausarbeiten. Auch eine Wasserhaushaltsbilanz, ein Umweltbericht und ein Artenschutzgutachten sollen erstellt werden.