Doppelter Geburtstag für den Herbrechtinger Wochen- und Bauernmarkt: Was macht ihn so besonders?
„Dich hab‘ ich ja schon länger nicht gesehen“, sagt Martin Nieß. Aber ganz ohne Vorwurf. Denn Anneliese Wacker ist an seinem Gartenbauers-Hoflädle-Stand auf dem Herbrechtinger Wochen- bzw. Bauernmarkt ein regelmäßiger und gern gesehener Gast. Heute hat sie auch ihren Mann dabei. „Wollt ihr die Schnitzel mitnehmen oder gleich essen?“, fragt der Sontheimer an seinem Stand für Wurstwaren. Die Wackers entscheiden sich fürs gleich Essen und einen Plausch. „Der Nieß ist einmalig“, schwärmt Anneliese Wacker und holt weiter aus: „Immer freundlich, immer nett und für ein Späßchen zu haben. Außerdem hat er gute Ware.“
Bei so viel Lob lächelt Martin Nieß etwas verschmitzt. Er ist das Urgestein auf dem Markt. Seit 30 Jahren gibt es den Bauernmarkt und seit 30 Jahren ist er mit seinem Wagen dabei. „Ich bin der Einzige, der durchgehalten hat“, witzelt der 69-Jährige.
