Leserbrief

Schon wieder verbrennen 20.000 Tiere qualvoll – höchste Zeit, etwas zu tun!

Leserbrief zum jüngsten Großbrand in einem Schweinemastbetrieb, bei dem rund 20.000 Tiere verendeten.

Nachdem 2021 ein riesiger Schweinemastbetrieb in Alt Tellin in Mecklenburg-Vorpommern mit mehr als 50.000 toten Tieren abgebrannt ist, hat es nun schon wieder einen großen Betrieb getroffen. Dieses Mal in Coswig, Sachsen-Anhalt, mit über 20.000 toten Tieren, die meisten davon Schweinekinder, die wieder qualvoll in den Flammen ums Leben gekommen sind.

Zu erwähnen ist aber, dass fast wöchentlich irgendwo in Deutschland ein landwirtschaftlicher Betrieb mit unzähligen Opfern abbrennt, dies aber nur in der lokalen Presse erscheint.

Die Dächer der Anlagen sind, wie auch in diesem Fall, meist mit PV-Anlagen versehen, um maximalen Gewinn zu generieren. Der Brandschutz und etwaige Fluchtmöglichkeiten für die Tiere im Falle eines Brandes bleiben auf der Strecke, da es an den gesetzlichen Vorschriften fehlt oder bestehende Anlagen in der Wartung vernachlässigt werden.

So können, wie auch in diesem Fall, nur wenige Tiere aus der Flammenhölle gerettet werden, der Rest stirbt qualvoll in den Flammen oder verendet, nachdem die Tiere durch den Spaltenboden gebrochen sind.

Hier muss schnellstens gehandelt werden, eine Aufgabe für den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hier gesetzliche Vorgaben zum Schutz der Tiere verpflichtend zu machen.

Zu verzeichnen ist hier rechtlich aber wieder nur Sachschaden, weil Tiere juristisch in Deutschland immer noch als Sache angesehen werden. Da sind uns andere europäische Länder schon weit voraus. Bleibt abzuwarten, wann es den nächsten Betrieb trifft.

Andreas Ruoff, Herbrechtingen