Extrem überbezahlte, deutsche Fußballprofis: Willkommen zu Hause! Die deutschen Fußballansprüche wurden nicht erfüllt. Wir hatten großes Losglück und die leichteste WM-Gruppe. Dennoch haben unsere Fußballmillionäre technisch nicht überzeugt. Auch der Gegner im ersten KO-Spiel gehört keinesfalls zu den wirklichen Fußballgrößen. Wir sind gegen gar keinen Fußballgegner aus den Top Ten der Weltrangliste gekommen. Dennoch überzeugte unsere Abwehr nicht. Sie spielt leider nicht mehr zu null. Auch unser Sturm konnte viele Chancen nicht in Tore umsetzen. Wir sind zu Recht ausgeschieden. Wir haben im Finale nichts zu suchen. Dies sind nur unerfüllte Hoffnungen. Fernab jeder Realität.
Tolle, große Stadien ohne Pyrotechnik sind lobenswert. Extrem große Bildschirmflächen zeigen, was führende Industrienationen als Stand der Technik heute haben. Deutschland wird fußballerisch und technisch durchgereicht. Die Voith-Arena hechelt in Bildschirmgröße und Bildqualität fünf Noten hinterher. Die tollen, gepflegten, lobenswerten Rasenflächen hätten technisch besonders begabten Fußballkönnern entgegenkommen müssen. Von den Deutschen war dieser Spielwitz und diese technische Perfektion nicht ansatzweise zu sehen. Wir werden aus den Top Ten der Weltrangliste zu Recht herausfliegen. Wünsche einen guten, sicheren Heimflug.
Herr Streich, Sie sehen sehr erholt und entspannt aus. Fit für neue Taten. Ihr Kurzeinsatz bei der WM füllt Ihre viele Freizeit nicht aus. Lösungswege gibt es immer. Wie wäre es als Nationaltrainer Deutschlands ab dem 1. August? Dabei können Sie sich all die Spieler aussuchen, die Sie sich in Freiburg nicht leisten konnten. Wie im Schlaraffenland. Sie bekommen die Qual der Wahl. Europameister Deutschland ist das Nahziel. Sind wir uns einig?
Horst Widmayer, Heidenheim