Wissen Sie, wie der Bäcker die Brezel herstellt, die Sie sich morgens zum Frühstück holen? Wie lange der Teig geht, wie man das Gebäck richtig knetet und formt und wie lange es im Ofen sein muss? Bei vielen Produkten, die man kauft, hat man keine Ahnung von der Herstellung, und in vielen Fällen ist das auch egal. Dem Bäcker traut man zu, dass er sein Handwerk gelernt hat, und wie ein Auto im Detail funktioniert, versteht der Nicht-Techniker ohnehin nicht. Zudem gibt es Regeln und Gesetze, an die man sich halten muss: Es gibt beispielsweise eine amtliche Lebensmittelkontrolle, Din-Normen und Tüv-Prüfungen.
Bei den Produkten, die die Redaktion der Heidenheimer Zeitung jeden Tag herstellt, verhält es sich ein wenig anders: Leserinnen und Leser unserer Artikel sind nicht nur ferne Konsumenten, sondern in vielen Fällen auch Betroffene von den lokalen Ereignissen, um die es geht, oder sogar diejenigen, über die wir schreiben.
Manchmal entsteht dabei der Eindruck, Journalistinnen und Journalisten würden willkürlich handeln oder sogar unter dem Einfluss bestimmter Interessensgruppen stehen – wahlweise der Regierung, der Stadtverwaltung oder „denen da oben“.
Da es für ein Medienunternehmen extrem wichtig ist, das Vertrauen seiner Leser- und Nutzerschaft zu genießen, wollen wir in loser Folge Einblicke geben in unsere Arbeitsweise, die Grundlagen journalistischen Handelns und die Regelungen, denen wir unterliegen. Die HZ-Redaktion hofft, dadurch ihre Arbeit transparenter zu machen. Dass diese Fragen aufwirft, erfahren wir jeden Tag.
„Warum erscheint mein Leserbrief nicht?“, „Warum wurde unser Vereinsbericht gekürzt?“ oder „Wieso schreibt die HZ nicht, dass der Bürgermeister seine Frau betrügt?“ Diese und viele weitere Fragen möchten wir einmal generell beantworten und auch den Kontext aufzeigen, in dem wir journalistisch handeln.
Gibt es Fragen, die Sie sich öfter stellen, wenn Sie unsere Artikel lesen? Schreiben Sie uns gerne an redaktion@hz.de und wir werden versuchen, eine Antwort darauf zu finden – entweder individuell oder im Rahmen unserer Artikelserie „So arbeiten wir“.
Nicht auszuschließen ist übrigens auch bei uns, dass wir Fehler machen. Genauso, wie es beim Bäcker mal eine schiefe Brezel gibt oder in der Fahrzeugfabrik eine Montagsproduktion entsteht, kann auch ein Redakteur oder eine Redakteurin unaufmerksam sein oder falsch liegen. In diesem Fall bemühen wir uns, Fehler zu korrigieren – und bitten Sie um Nachsicht. Dass dort, wo gehobelt wird, Späne fallen, gilt nicht nur für Schreinereien.
