Komponist und Dirigent zugleich

Wie tickt Daniel Satanovski, der neue Dirigent des Heidenheimer Voith-Orchesters?

Als angehender Komponist und Dirigent wandelt Daniel Satanovski zwischen zwei Welten. In Heidenheim fokussiert er sich als neuer Dirigent des Voith-Orchesters ganz auf zweiteren Aspekt. Warum der 24-Jährige das Komponieren trotzdem nicht loslassen kann:

Mahler war so einer. Bernstein auch. Und natürlich Strauss. Es gab eine Zeit, zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert, in der musste man sich nicht zwischen Dirigat und Komposition entscheiden. Im Gegenteil. Mehrere weltberühmte Dirigenten der Musikgeschichte waren gleichzeitig bedeutende Komponisten. Daniel Satanovski ist drauf und dran, es seinen geistigen Vorgängern gleichzutun. Nur in Heidenheim, dort fokussiert sich der 24-Jährige ganz und gar aufs Dirigieren. Seit dem Frühjahr ist er künstlerischer Leiter und Dirigent des Voith-Orchesters.

Nun muss man wissen, dass Daniel Satanovski in Darmstadt geboren wurde, und dort auch wohnt. „Gelegentlich“, zumindest, wie er spezifiziert. Denn seine beiden Studiengänge sorgen dafür, dass Satanovski wenig Zeit in Darmstadt, dafür viel Zeit in Zügen verbringt. In Frankfurt am Main ist er momentan dabei, sein Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst abzuschließen. Parallel hat er vergangenes Jahr begonnen, Orchesterdirigieren im Bachelorstudiengang an der Hochschule für Musik und Theater München zu lernen.