Wie aus einer „Abreibung“ eine schwere Gewalttat wurde
Eigentlich sollte es am zweiten Verhandlungstag vor dem Ellwanger Landgericht um eine Tat gehen, die sich gar nicht in Heidenheim abspielte. Doch zunächst kam es anders. Auf der Anklagebank sitzen vier junge Heidenheimer, denen zahlreiche Straftaten wie erpresserischer Menschenraub, besonders schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung vorgeworfen werden. Das alles soll in nur einem Fall geschehen sein, der sich im Januar 2026 in Heidenheim ereignete. Maßgebliche Beteiligung an diesem Geschehnis wirft die Staatsanwaltschaft allen vier Angeklagten vor, einem zudem noch einen weiteren Fall, der sich in Höchstädt im Landkreis Dillingen ereignet hat. Um diesen sollte es eigentlich zunächst gehen, doch weil zwei der Angeklagten Einlassungen machten, spielte die Heidenheimer Tat die Hauptrolle.
