Weshalb die Heidenheimer Stadtverwaltung nicht an der Steuerschraube drehen möchte
Stellen Kämmerer Metaphern an den Anfang ihrer Reden, dann ist das meist ein Alarmsignal. Insofern war der mehrere Hundert Seiten starke Etat auf den kürzestmöglichen Nenner gebracht, als Guido Ochs, im Heidenheimer Rathaus oberster Hüter der städtischen Finanzen, in den vergangenen Jahren sagte, es sei fünf Minuten vor zwölf, und finanziell befinde sich die Stadt in der Zange.
Sprach er jetzt mit Blick auf 2027 davon, es gehe darum, vor der Welle zu bleiben, so ließ sich aus dieser Formulierung zwar ablesen, dass es noch einen Vorsprung zu verteidigen gibt. Die nachfolgende Erläuterung der Lage machte aber deutlich, dass bei unveränderten Rahmenbedingungen an den Fingern zweier Hände abzulesen sein könnte, in wie vielen Jahren das noch verbliebene Polster vollkommen aufgezehrt sein könnte. „Wir sind wie ein Schwimmer ohne Surfbrett, also ohne Instrument, vorne bleiben zu können, vor einer Welle, die früher oder später über uns hereinbricht“, wählte Ochs den nächsten bildlichen Ausdruck.
