Engagierteste Teilnehmer ausgezeichnet

Wer 2026 beim Stadtradeln im Landkreis Heidenheim die meisten Kilometer zurücklegte

Zum neunten Mal waren Stadt und Landkreis Heidenheim beim Wettbewerb Stadtradeln dabei. Bei der Siegerehrung standen am Samstag die fleißigsten Radler im Mittelpunkt.

Einen Tag vor dem Zieleinlauf der diesjährigen Tour de France auf den Champs-Élysées war der Willy-Brandt-Platz am 25. Juli fest in der Hand begeisterter Radfahrer und Radfahrerinnen. Eingebettet in den Heidenheimer Fahrradtag fand dort die Siegerehrung des diesjährigen Stadtradelns statt.

Im Vergleich zu dem, was es auf der Freifläche neben der Stadtbibliothek zu feiern gab, nahm sich die Frankreich-Rundfahrt mit 21 Etappen, 184 Fahrern in 23 Teams und einer Gesamtlänge von rund 3300 Kilometern geradezu putzig aus – lässt man einmal großzügig außer Acht, dass zwischen Barcelona und Paris binnen drei Wochen irrwitzige 54.000 Höhenmeter bewältigt werden mussten und die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem der Teilstücke knapp 51 Stundenkilometer betrug.

Gut für Klima und Gesundheit

Allerdings hatten die Freizeitradler in Stadt und Kreis mit einer ganz anderen Zielsetzung in die Pedale getreten. In erster Linie ging es darum, zwischen dem 13. Juni und dem 3. Juli grundsätzlich Werbung fürs Radeln zu betreiben, der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Erst der Schweiß, dann das Rampenlicht: die ausgezeichneten Teilnehmer des diesjährigen Stadtradelns. Michael Brendel

Und was am Ende in die Statistik einging, verdient Anerkennung: Im gesamten Landkreis waren dieses Mal 115 angemeldete Teams mit von der Partie. Die 1812 Radler und Radlerinnen legten fast 460.000 Kilometer im Fahrradsattel zurück und sparten dabei 75,4 Tonnen CO₂ ein. Dass die Gesamtstrecke 11,5 Erdumrundungen entsprach, nötigte nicht nur Michael Felgenhauer, Dezernent für Umwelt und Mobilität bei der Landkreisverwaltung, Respekt ab. Ralf Käpplinger, im Heidenheimer Rathaus Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Umwelt und Vermessung, betonte unterdessen besonders die soziale Komponente des gemeinsamen Radfahrens.

Fleißigste Radlerin war Annelie Richter mit der Jahreszahl entsprechenden 2026 Kilometern. Als aktivster Radler tat sich Adrian Catrein mit 3367 Kilometern hervor. Die meisten Einzelfahrten absolvierten Elisabeth Kömm-Häfner (263) und Joachim Neumann (145). Mit 1612 Kilometern pro Kopf hatte das Team Mattesz die Nase vorn. Das Team mit den meisten Mitgliedern (136) stellte die Lebenshilfe, während mit insgesamt 22.357 Kilometern die „Zementgugga“ des SV Mergelstetten die längste Gesamtstrecke vorweisen konnte.

Stadt Heidenheim: weniger Teilnehmer, mehr Kilometer

Im Heidenheimer Stadtgebiet waren dieses Mal 33 (2025: 35) Teams am Start. 782 (783) Personen spulten zusammen 171.668 Kilometer (131.232) ab und vermieden rechnerisch den Ausstoß von 28 (22) Tonnen CO₂. Wie schon im Vorjahr legte Annelie Richter die meisten Kilometer zurück (2026), bei den Radlern tat das Adrian Catrein (3367). Elisabeth Kömm-Häfner (263) und Ben Gerstenlauer (138) wurden für die meisten Fahrten ausgezeichnet. Geehrt wurden außerdem das Team „2 Mädels 70-90“ für 1218 Kilometer pro Kopf und der SV Mergelstetten für insgesamt 22.357 Kilometer. Größtes Team war die Lebenshilfe mit 136 Personen, aktivstes Schulteam das Werkgymnasium mit 21.638 Kilometern. Für detailverliebte Statistiker: An der Spitze der bundesweiten Auswertung steht 2026 unter 3118 teilnehmenden Kommunen mit fast 7,9 Millionen zurückgelegten Kilometern und großem Abstand vor München (4,7 Millionen) die Bundeshauptstadt Berlin.