Neue Ausstellung

Warum Martin Bruno Schmid große Löcher in die Wände des Heidenheimer Kunstmuseums sägt

Wo sonst im Kunstmuseum Heidenheim Werke von Pablo Picasso hängen, sägt Martin Bruno Schmid derzeit große Löcher in die Wände. In einer neuen Ausstellung geht es nicht zuletzt darum, was passiert, wenn der Raum auf einmal selbst zum Kunstwerk wird.

Ist das Kunst oder kann das weg? Oder ist das womöglich erst Kunst, weil es weg ist? Fragen, die sich einem beim Betrachten von Martin Bruno Schmids Arbeiten unweigerlich stellen. Und ja, der Stuttgarter Künstler liebäugelt unverkennbar gerne mit Leerstellen und deren ästhetischem Potenzial. Etwas wegzunehmen, Material planvoll zu entfernen, bildet den Kern seines Schaffens. Im Kunstmuseum Heidenheim erhält Schmid die Chance, sich in dieser Hinsicht so richtig auszutoben. Die Ausstellung „Umbau – Einbau – Rückbau (repeat!)“ eröffnet am 20. September.

Öffnen tut Schmid dabei noch etwas ganz anderes: nämlich die Wände. Bei diesem eigens für die Hermann-Voith-Galerie entwickelten Projekt rückt die Historie des Raumes in den Mittelpunkt. Seit 2001 bietet das Kunstmuseum dort bekanntermaßen Druckgrafiken und Plakate Pablo Picassos eine Heimat. Immer wieder lädt das Museum Künstlerinnen und Künstler dazu ein, sich mit den Werken Picassos, aber auch mit den Räumlichkeiten selbst, auseinanderzusetzen.