Warum es in Heidenheim und Giengen bisher keinen Hundebadetag gibt
Am Sonntag, 20. September, ist sowohl im Heidenheimer Waldbad als auch im Giengener Bergbad der letzte Öffnungstag der Saison terminiert. In vielen anderen Freibädern gibt es mittlerweile nach dem letzten offiziellen Badetag für Badegäste noch einen Hundebadetag, bevor das Wasser abgelassen wird und die Becken gereinigt werden. So auch in Langenau: Bereits zum zweiten Mal fand am vergangenen Montag der Hundebadetag im Naubad statt. Doch wäre ein solches Angebot auch in Heidenheim und Giengen vorstellbar? Aktuell ist ein Hundebadetag in den hiesigen Freibädern jedenfalls kein Thema.
„Man könnte darin sicherlich eine sinnvolle Zusatznutzung des Bades zum Saisonende sehen. Dem steht aber ein nicht unerheblicher organisatorischer Aufwand entgegen. Neben der Klärung von Organisations- und Haftungsfragen entsteht ein zusätzlicher Aufsichts- und Personalbedarf am Veranstaltungstag. Nicht zuletzt muss das Konfliktpotenzial zwischen Hunden und Hundehaltern gesehen werden“, so die Auskunft der Stadt Heidenheim.
Hoher organisatorischer Aufwand
Die Stadtverwaltung stehe dem Thema aber grundsätzlich offen gegenüber. In der Umsetzung wäre jedoch ein entsprechender Organisator erforderlich, etwa ein Verein, der als Veranstalter und Vertragspartner fungiert und mit einem entsprechenden Antrag auf die Stadt zukommt. „Er könnte dann das Bad im Rahmen eines Nutzungs- bzw. Mietvertrags für den betreffenden Tag anmieten. Er wäre dann auch in der Verantwortung für alles“, so die Auskunft des Rathauses.
Auch die Stadt Giengen verweist auf den organisatorischen Aufwand: „Einige organisatorische Dinge müssten vorab geklärt werden. Zum Beispiel, wer sich im Notfall um Mensch und Tier kümmert, wie viele tierische Besucher gleichzeitig ins Bad können, oder ob mehr Personal nötig ist. Dazu kommt der zeitliche Ablauf, da im Normalfall direkt nach dem letzten Öffnungstag im Bergbad die Einwinterungsarbeiten starten.“ Dies stelle einen Mehraufwand dar, der so aktuell nicht notwendig und vorgesehen sei, da eine größere Nachfrage dazu bisher nicht bestanden habe, teilt die Stadt Giengen weiter mit.
Hundebadetag in Langenau kommt sehr gut an
Im Naubad wird der Hundebadetag vom Freibad selbst ausgerichtet und von den Mitarbeitern betreut und überwacht. Für die Teilnahme gelten bestimmte Voraussetzungen: So müssen die Hunde haftpflichtversichert sein, außerhalb des Wassers gilt Leinenpflicht. Darüber hinaus gibt es weitere Regelungen, an die sich Hunde und ihre Besitzer halten müssen. Geschwommen wird in ungechlortem Wasser, da vor dem Hundebadetag kein neues Chlor mehr hinzugefügt wird.
Größere Zwischenfälle habe es bisher nicht gegeben. In diesem Jahr fand im Anschluss an den Badetag zudem eine Übung der Hunderettungsschwimmstaffel aus Ulm statt. Eine genaue Besucherzahl lasse sich aufgrund des freien Eintritts zwar nur schwer ermitteln. Fest stehe jedoch, dass das Angebot gut angenommen worden sei. Die Rückmeldungen seien sowohl in diesem als auch im vergangenen Jahr durchweg positiv ausgefallen.
