Warum die Tiere bei „Animal Farm“ im Naturtheater Heidenheim keine Tiere sind
Dass alle Tiere gleich, aber manche eben gleicher sind, bestätigt nicht zuletzt ein Blick auf den durchschnittlichen Teller. Hühnchen, Garnele, Rind und Schwein sieht man dort zumindest in der westlichen Welt gerne. Vorzugsweise zubereitet. Landen hingegen Hund, Katze, Maus oder Kakerlake im Kochtopf, löst das hierzulande gerne Ekel und Entsetzen aus. Heuchelei? Doppelmoral? Absolut.
Derlei kulinarische Empfindlichkeiten mögen zwar nicht das zentrale Thema von George Orwells „Farm der Tiere“ sein. Dass sich die finale Parole der Parabel, „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher“, auch 80 Jahre nach ihrer Ersterscheinung in zahlreiche Richtungen interpretieren lässt, zeugt von der Zeitlosigkeit des Stoffes. Findet man auch im Naturtheater Heidenheim, wo die Geschichte unter dem Originaltitel „Animal Farm“ ab 9. Oktober auf dem Programm steht.
