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Wandern in Heidenheim: Abwechslungsreicher Rundwanderweg um den Moldenberg

Geheimtipps vor der Haustür: Alle Informationen zur rund sieben Kilometer langen Moldenbergrunde.

Die Moldenbergrunde zeigt auf wenigen Kilometern die landschaftliche Vielfalt der Heidenheimer Alb. Die rund sieben Kilometer lange Rundwanderung führt vom Ausgangspunkt an den Sportanlagen der TSG Schnaitheim durch stille Waldabschnitte, über offene Wacholderheiden und vorbei an Hülben bis zum Naturdenkmal Steinbruch Moldenberg. Als Teil der Albschäfer-Zeitspuren verbindet sie Natur- und Kulturgeschichte und vermittelt einen Einblick in die durch Schäferei geprägte Landschaft der Schwäbischen Alb.

Abwechslungsreicher Rundwanderweg um den Moldenberg. Foto: Natascha Schröm

Herr Ludwig, die Moldenbergrunde startet an den Sportanlagen der TSG Schnaitheim. Warum ist dieser Ausgangspunkt ideal für die Tour und worauf sollten Wanderer gleich zu Beginn achten?

Simon Ludwig: An den Sportanlagen der TSG Schnaitheim gibt es gute Parkmöglichkeiten. Wer einkehren möchte, findet in der Vereinsgaststätte „Mehners Molde“ schwäbische Küche – eine Reservierung ist empfehlenswert. Für die Wanderung sollten festes Schuhwerk und ausreichend Getränke selbstverständlich sein. Der Rundweg ist mit einem gelben Ring markiert und verläuft größtenteils auf naturnahen Wegen.

Die Runde ist mit einer Länge von rund sieben Kilometern vergleichsweise kurz. Was macht sie trotzdem zu einer besonders abwechslungsreichen Wanderung?

Simon Ludwig: Auf kurzer Strecke erleben Wanderer die ganze Vielfalt der Schwäbischen Alb: Wald, offene Heideflächen, Hülben und den Steinbruch Moldenberg. Dazu kommen schöne Ausblicke, unter anderem auf Schloss Hellenstein. Natur und Kulturgeschichte liegen hier eng beieinander.

Welche landschaftlichen und naturkundlichen Highlights erwarten die Teilnehmer entlang der Strecke – vom Wald über das Täschental bis hin zum Steinbruch?

Simon Ludwig: Besonders beeindruckend sind die Wacholderheiden im Täschental. Sie gehören zu den artenreichsten Kulturlandschaften Süddeutschlands. Im Frühsommer blühen dort Orchideen, Wiesenblumen und Kräuter, außerdem finden viele Insektenarten hier ideale Lebensbedingungen.

Frau Riemann, die Moldenbergrunde ist Teil der Albschäfer-Zeitspuren. Welche Rolle spielt das Thema Schäferei entlang der Strecke und wo lässt sich diese Tradition heute noch besonders gut erleben?

Inge Riemann: Die Wacholderheiden rund um den Moldenberg sind durch die jahrhundertelange Wanderschäferei entstanden. Bis heute sorgen Schafherden dafür, dass die Flächen offen bleiben und wertvolle Lebensräume erhalten werden. Mit etwas Glück begegnen Wanderer Schafherden und ihren Schäfern.

Mit etwas Glück begegnen Wanderer Schafherden und ihren Schäfern. Foto: Natascha Schröm

Der Steinbruch am Moldenberg gilt als Höhepunkt der Tour. Was macht diesen Ort so besonders – geologisch, landschaftlich oder auch mit Blick auf die Geschichte der Region?

Inge Riemann: Der Steinbruch ist heute ein Naturdenkmal und bietet einen Blick in die Erdgeschichte. Früher wurde dort der Heidenheimer Oolith, auch „Heidenheimer Elfenbeinmarmor“ genannt, abgebaut und bis nach Berlin, Nürnberg und Wien geliefert. Außerdem erinnern Tongruben an Schnaitheims Geschichte als Zentrum der Hafnerindustrie.

Wenn Sie den Teilnehmern einen Ort oder einen Moment der Tour besonders ans Herz legen dürften – welcher wäre das und warum sollte man dort unbedingt einmal innehalten?

Inge Riemann: Der Steinbruch ist in der Abendsonne besonders eindrucksvoll. Dann leuchtet die Kliffwand in warmen Farben. Mit etwas Glück lässt sich dort auch das Eulenpärchen beobachten. Wichtig sind festes Schuhwerk und der Hinweis, dass dieser Abschnitt nicht für Kinderwagen geeignet ist.

Für wen eignet sich die Moldenbergrunde besonders – ist sie auch für Familien oder weniger geübte Wanderer gut zu bewältigen, und welche Tipps geben Sie den Teilnehmern für die Tour mit auf den Weg?

Simon Ludwig: Die Tour ist mit rund sieben Kilometern und etwa 110 Höhenmetern auch für Familien und Wanderer mit normaler Grundkondition gut geeignet. Ich empfehle festes Schuhwerk, ausreichend Getränke sowie ein Fernglas oder eine Kamera. Außerdem sollten Besucher auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, um die empfindlichen Lebensräume zu schützen.

Abwechslungsreicher Rundwanderweg um den Moldenberg. Foto: Natascha Schröm

Infos zur Moldenbergrunde

- Länge: 7,1 Kilometer

- Dauer: ca. 2 Stunden

- Höhenmeter: 110 Meter

- Schwierigkeitsgrad: leicht

- Einkehrmöglichkeit: Gaststätte „Mehners Molde“

Kostenloses Infomaterial und Beratung zu den Wanderstrecken in und um Heidenheim:

Stadt-Information Heidenheim

Christianstraße 2

89522 Heidenheim

07321/327-4910

stadt-information@heidenheim.de

www.tourismus-heidenheim.de/aktivitaeten/wandern