Huber Kucher, Kreisvorsitzender des Bauernverbands Ostalb-Heidenheim, sagt es ganz klar: „In wenigen Tagen wird nicht mehr viel auf den Feldern stehen.“ Dann wird die Ernte, die je nach Gebiet seit Anfang Juli bereits in vollem Gange war, bis auf den Mais abgeschlossen sein. Jedes Jahr rückt der Zeitpunkt dafür im Kalender weiter nach vorn. Dieses Jahr sei man etwa vier Wochen früher dran als im langjährigen Mittel, schätzt Kucher. „Dass man vor der Ipfmesse schon gedroschen hat, das hätte es in meiner Jugend nie gegeben“, sagt der Landwirt. Die Ipfmesse in Bopfingen fand heuer vom 3. bis 7. Juli statt.
Ursache für die frühe Ernte 2026 sind die lange andauernde Trockenheit und die teils enorme Hitze. Bereits im Frühjahr fiel deutlich zu wenig Regen. Und auch im Juni und Juli war es wochenlang knochentrocken. Nun hat es zwar etwas geregnet, aber die Bilanz der Saison beeinflusst das nicht mehr in großem Maße. Mit Blick auf die Ernte 2026 sagt Kucher ganz klar: „Wir sind besorgt". Denn auch, wenn es jetzt regional hier und dort geregnet hat - insgesamt ist es zu wenig. An der Menge und der Qualität der Ernte geht das nicht spurlos vorbei. Ein Blick auf die verschiedenen Feldfrüchte:
