Bei der Premiere der Heidenheimer Opernfestspiele geht es natürlich in erster Linie um Musik. Um große Künstlerinnen und Künstler, die Verwandlung des Rittersaals auf Schloss Hellenstein in eine Theaterkulisse und um dramatische Gefühle auf der Bühne. Aber ein bisschen geht es auch um Sehen und Gesehenwerden, weil der Premierenabend eine wunderbare Gelegenheit ist, sich schick zu machen und in Abendkleidung über den roten Teppich zu gehen.
Dieser gibt den Gästen auf dem gepflasterten, steilen Weg hinauf in den Rittersaal ein bisschen Halt – aber er impliziert auch einen Hauch von Glamour. Wer über den roten Teppich schreitet, ist in der Regel entweder reich, berühmt, schön – oder alles zusammen. Und auch wenn es sich in Heidenheim nur um ein „Teppichle“ handelt im Vergleich zu Staatsempfängen oder Filmfestspielen, ein „Who is who“ der Stadt ergibt sich trotzdem aus dem Premierenabend.
Was aber das Beste daran ist: Auf den Heidenheimer Teppich kommt jeder, der eine Eintrittskarte für die Opernfestspiele hat. Die Demokratisierung des Ruhms darf gefeiert werden.
