Finanzminister Lars Klingbeil rudert schon wieder zurück. Die beiden SPD-Vorsitzenden zeigen leider beide kein Durchsetzungsvermögen. Wohin soll diese Sinnlosigkeit noch führen? Nichts, aber auch rein gar nichts, wird sinnvoll und langfristig gelöst.
Natürlich kann man gut verdienende Vereine an Kosten, die der Steuerzahler trägt, erheblich beteiligen. Wenn Bayern München Spielerablösesummen von 100 Millionen Euro real bezahlt, sind Kostenbeteiligungen zur Reduzierung von Steuergeldausgaben längst überfällig. Wenn bei Bayern München einem 22-jährigen Fußballprofi 25 Millionen Euro Jahresgehalt bezahlt werden, wird man von Kostenbeteiligungen niemals umgeworfen.
Herr Finanzminister Klingbeil, ab wann möchten Sie anfangen, mit Steuergeldern sinnvoll umzugehen? Ab wann reden Sie nicht nur von Sparen, sondern setzen es um?
Ein Beispiel:
Außerhalb von Profifußballstadien übernimmt unverständlich der Steuerzahler die Kosten der übergroßen Polizeieinsätze bei jedem Profifußballspiel. Dies gehört grundlegend geändert. Wie wäre folgende Regelung?
1 . Bundesliga trägt die zusätzlichen Polizeikosten zu 100 Prozent.
2. Bundesliga trägt diese zu 75 Prozent.
3. Bundesliga trägt diese zu 50 Prozent.
Erst die Nicht-Profifußballvereine beteiligen sich an zusätzlichen Polizeieinsatzkosten nicht. Herr Finanzminister Klingbeil, glauben Sie ernsthaft, dass deswegen der Profifußball zusammenbricht?
Horst Widmayer, Heidenheim