Quique Sinesi begeistert bei Jazz Heidenheim mit Klangwelt voller Widerhaken
Entspannt im Sessel zurückgelehnt, ein Lächeln auf den Lippen, das den ganzen Konzertabend nicht weichen wird. Seine spezielle siebenseitige Gitarre spielt Quique Sinesi so, wie er ruht: in Schräglage. Dass der 66-Jährige zu den besten Gitarristen Südamerikas zählt, unterstrich er beim Auftritt seines Quartetts im Talhof mit den ersten Anschlägen.
Aus der traditionellen Folklore seiner Heimat schöpfend, und die Freiheit des Jazz zur Improvisation und neuen Klängen nutzend, hat der Argentinier seinen eigenen Stil geprägt, den er virtuos zelebriert. Sinesis Musik ist hinreißend, druckvoll geschmeidig und voller Farben, aber doch auch gespickt mit gezielten Brüchen, Widerhaken und eigentümlichen Tonschöpfungen. Er verfügt über Klänge, die in Noten nicht zu notieren sind. Wenn er will, kann er seine Gitarre sogar zum Kichern bringen. Das Publikum von Jazz Heidenheim im voll besetzten Lokal des Talhofs war am vergangenen Freitag jedenfalls ganz Ohr und applaudierte begeistert.
