Raser, Poser und Tuner im Blick

Polizeipräsidium Ulm zieht Bilanz nach verstärkten Kontrollen am „Car-Freitag“

Am Karfreitag kontrollierte die Polizei Raser, Poser und Tuner in der Region. Was neben zwei Kraftfahrzeugrennen noch beanstandet wurde:

Der Karfreitag wird in der Szene auch „Car-Freitag“ genannt – laut Polizei ist dies traditionell der Auftakt der Saison für Autoliebhaber, ihr Schmuckstück aus der Garage zu holen. Zahlreiche technisch veränderte Fahrzeuge sind dann kurz vor Ostern unterwegs, unter ihnen jedoch auch einige „schwarze Schafe“, die ihre Umbauten nicht eingetragen haben oder deren Fahrzeuge verkehrsunsicher sind.

Fast jedes 10. Auto ohne gültige Betriebserlaubnis unterwegs

Die Spezialisten des Polizeipräsidiums Ulm stellten 2026 zwar einige Mängel fest, insgesamt waren aber die meisten Tuner im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften unterwegs und verhielten sich während der Kontrollen ruhig und verständnisvoll, so die Polizei zur Einsatzbilanz. Von 270 kontrollierten Fahrzeugen wiesen insgesamt 28 Mängel auf, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen und ein Bußgeld nach sich ziehen. Davon waren neun Fahrzeuge verkehrsunsicher, ihnen wurde die Weiterfahrt untersagt. Ein Tuning-Treffen in Ertingen bei Riedlingen verlief ohne besondere Vorkommnisse im Rahmen der auferlegten Beschränkungen ab.

Riskante Fahrmanöver mit stark überhöhter Geschwindigkeit

„Auch von unbelehrbaren Rasern und Posern wird der Karfreitag seit mehreren Jahren genutzt, um ihr gemeingefährliches Verhalten im Straßenverkehr zu zelebrieren“, so die Polizei in einer Pressemitteilung. Gegen diese Gruppe, klar abzugrenzen von den legalen Tunern und Autoliebhabern, ging das Polizeipräsidium Ulm, unterstützt vom Polizeipräsidium Einsatz, am Karfreitag verschärft vor. Zweimal konnten durch aufmerksame Beamtinnen und Beamte riskante Fahrmanöver mit stark überhöhter Geschwindigkeit beobachtet werden.

Führerscheine und ein Fahrzeug an Ort und Stelle beschlagnahmt

Gegen die Fahrerinnen und Fahrer wird nun wegen des Verdachts der Durchführung eines illegalen Kfz-Rennens ermittelt. Die Führerscheine und in einem Fall das Fahrzeug beschlagnahmte die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ulm an Ort und Stelle. Zwei weitere Fahrer waren alkoholisiert, ein Fahrender zeigte einen gefälschten Führerschein vor. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, beziehungsweise Urkundenfälschung, aufgenommen.

Insgesamt zieht das Polizeipräsidium Ulm positive Bilanz: Die Kontrollen, insbesondere im Bereich Posing werden jedoch im Laufe des Jahres fortgesetzt. Die Aktion war im Vorfeld in den Medien angekündigt worden.

Drehzahlmesser, Symbolfoto.

Kontrollen am Karfreitag: Lebenslanger Führerscheinentzug für rücksichtsloses Fahren gefordert

Für die einen ist es der Karfreitag – für die anderen ein „Car-Freitag“: Wie jedes Jahr finden darum auch 2026 bundesweit Kontrollen zur Bekämpfung von rücksichtslosen Autofahrerinnen und -Fahrern statt. Dabei will die Polizei drastisch gegen illegale Autorennen, Posing und illegales Fahrzeugtuning vorgehen.
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Heidenheim
Autoposer im Fokus

Hier können Zeugen auffällige Autos melden

Das Polizeipräsidium Ulm bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie andere Zeugen, die auf Verstöße aufmerksam machen wollen, sich unter Tel. 0731/188-0 zu melden. Über die eigens eingerichtete E-Mail-Adresse ulm.pp.poser@polizei.bwl.de können Bürgerinnen und Bürger auch auffällige Autos melden. Wichtig sind dabei Angaben zu Tag, Uhrzeit, Ort, Kennzeichen, Farbe und Typ des Fahrzeugs sowie eine Beschreibung des auffälligen Verhaltens.

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