Berufsschulen

Große Nachfrage nach Pflegeausbildung im Landkreis Heidenheim: Zwei Klassen reichen nicht

Bei der Pflege reichen die Ausbildungskapazitäten nicht aus, andere Berufsbilder verlieren dagegen ihre Schüler, vier Berufsbildern droht sogar das Aus. Was sich an den beruflichen Schulen im Landkreis Heidenheim verändert – und wie der Landkreis reagieren will.

Pflegekräfte werden dringend gebraucht und mit einer alternden Gesellschaft dürfte der Bedarf weiter wachsen. Ausgerechnet bei der Ausbildung des Nachwuchses stößt der Landkreis jedoch an Grenzen. An der Maria-von-Linden-Schule hatte zwischenzeitlich sogar die Gefahr bestanden, dass wegen fehlender Lehrkräfte im neuen Schuljahr nur eine Eingangsklasse gebildet werden kann. Inzwischen sind zwei Klassen gesichert. Doch eigentlich bräuchte es mehr.

Das wurde im Bildungs- und Sozialausschuss des Kreistags deutlich, in dem Sabine Fürst-Berger, Fachbereichsleiterin Schulen und Bildung im Landratsamt, über die Entwicklung der beruflichen Schulen berichtete. Die Gewinnung geeigneter Lehrkräfte für die Pflegeschule sei wegen der hohen gesetzlichen Qualifikationsanforderungen schwierig. Hinzu kommen Engpässe bei den vorgeschriebenen Praxiseinsätzen, etwa in Pädiatrie, Psychiatrie, ambulanter Pflege und stationärer Akutpflege.