Außenlager des KZs Dachau

Mahnmal an der Voith-Arena soll an Konzentrationslager auf dem Heidenheimer Schlossberg erinnern

Eine vier Meter hohe Stele wird künftig am Eingang der Voith-Arena ins Auge stechen. Am Mittwoch, 19. August, wird sie erstmals öffentlich vorgestellt. Das Kunstwerk hat einen ernsten Hintergrund.

Wo heute in der Voith-Arena Fußball gespielt wird, mussten einst Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Auf dem Schlossberg befanden sich während der NS-Zeit zunächst eine Schießsportschule und später eine Polizeischule. Von Oktober 1941 bis November 1942 war dort zudem ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau untergebracht. Die Häftlinge mussten unter anderem Gräben für die Kanalisation der Schlosshau-Siedlung ausheben und im Winter Schnee im Stadtgebiet räumen.

An diese Geschichte erinnert nun auch der 1. FC Heidenheim mit einer Stele auf dem Gelände. Wie der Verein mitteilt, wird sie am Mittwoch, 19. August, um 16 Uhr auf dem Vorplatz der Voith-Arena erstmals öffentlich vorgestellt. Der Zugang befindet sich im Bereich der Osttribüne beim FCH-Fan- und Ticketshop.

Diese Heidenheimer Organisationen stehen hinter der Umsetzung

Die rund vier Meter hohe Stele wurde vom Heidenheimer Künstler und Kommunikationsdesigner Rainer Jooß gestaltet. An dem Projekt beteiligt sind neben dem FCH die Geschichtswerkstatt Heidenheim, das Fanprojekt Heidenheim und die Stadt Heidenheim. Die Idee dazu war vor mehr als fünf Jahren aus der organisierten Fanszene heraus entstanden.

Mit der Einweihung startet laut FCH zugleich ein neues Vermittlungsangebot. Künftig sollen Führungen über den Schlossberg und rund um die Voith-Arena angeboten werden, die die Geschichte des Ortes anschaulich vermitteln. So soll die Erinnerung an die Vergangenheit des Geländes auch für kommende Generationen lebendig bleiben.