„Der Sommer kam und Berlin war der schönste Platz auf Erden.“ Na ja. Es gibt da aktuell 3,7 Millionen Berlinerinnen und Berliner, die dieser Aussage angesichts berstender Straßen und schmelzender Verkehrsampeln wohl vehement widersprechen würden. Aber früher, ja früher mal, um 1990 rum, konnte man diesem Credo, das natürlich aus dem Film „Good Bye, Lenin!“ stammt, durchaus Glauben schenken. Den schönsten Platz auf Erden hat sich das Naturtheater Heidenheim samt „Lenin“ geschnappt und kurzerhand auf den Schlossberg verfrachtet. Das diesjährige Abendstück „Good Bye, Lenin!“ feierte am Freitag Premiere.
Die Handlung dürfte vielen Menschen bekannt sein: Im Oktober 1989, kurz vor der Wende, fällt die überzeugte Sozialistin Christiane Kerner ins Koma. Den Mauerfall und alles, was daraufhin folgt, verschläft sie. Nach ihrem Wiedererwachen einige Monate später warnen die Ärzte Christianes Kinder Alex und Ariane, schon die kleinste Aufregung könnte für ihre Mutter tödlich sein. Alex beschließt daher, Christiane das Ende der DDR zu verschweigen. Mit viel Trickserei versucht er fortan, diese Illusion aufrecht zu erhalten.
