Botschafter einbestellt

Russland wirft dem Heidenheimer Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter (CDU) Kontakte zu Terroristen vor

Moskau wirft dem CDU-Politiker Kiesewetter Verbindung zu tschetschenischen Separatisten vor - und bestellt den deutschen Botschafter Lambsdorff ein. Der Diplomat antwortet scharf.

Das russische Außenministerium hat den deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff in Moskau wegen angeblicher Kontakte von deutschen Politikern zu Terrororganisationen einbestellt. Als Hintergrund für die Einbestellung nannte das Ministerium in Moskau ein Treffen des CDU-Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter in Kiew mit dem von Russland als Terrorist zur Fahndung ausgeschriebenen Tschetschenen Achmed Sakajew.

Sicherheitspolitiker und Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter.

Roderich Kiesewetter betrachtet Einbestellung des deutschen Botschafters als „Zeichen der Schwäche Russlands“

Russland wirft dem Heidenheimer Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter (CDU) Kontakte zu Terroristen vor. Was der Politiker zu den Vorwürfen sagt:
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Heidenheim/Berlin/Moskau
Krieg gegen die Ukraine

Das Auswärtige Amt in Berlin nannte die Einbestellung des Botschafters eine «völlig haltlose Maßnahme». Die russischen Vorwürfe, die geäußert würden, seien völlig haltlos und unbegründet, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Lambsdorff wies den Vorwurf Moskaus zurück, wonach das Treffen des deutschen Abgeordneten mit einem tschetschenischen Politiker in Kiew eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands sei. «Meinungsvielfalt und die freie Mandatsausübung eines gewählten Volksvertreters bilden das Fundament einer funktionierenden Demokratie», sagte Lambsdorff.

Beim Diskussionsforum zu Außen- und Sicherheitspolitik in der Hammerschmiede war Prof. Sönke Neitzel Hauptredner.

Diese Forderung an den Bundeskanzler gab es vom Militärhistoriker Sönke Neitzel bei den Königsbronner Gesprächen

Die Herausforderungen aus sicherheitspolitischer Sicht waren in Europa schon mal kleiner. Bei den 13. Königsbronner Gesprächen wurde nach Antworten gesucht, wie damit umzugehen ist. Ein Redner hatte klare Botschaften.
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Königsbronn
Gesprächsforum

Botschafter wirft Moskau Missbrauch von Terror-Vorwürfen vor

Zugleich warf der Botschafter Russland vor, «sich in zahlreichen Ländern kontinuierlich auf schwerste Weise in innere Angelegenheiten» einzumischen. «Empörung wegen eines Treffens eines Abgeordneten im Rahmen der freien Mandatsausübung, gar Vorwürfe der Terrorismusunterstützung an das Mitglied des Deutschen Bundestages sind daher vollkommen haltlos.»

Nach Darstellung Lambsdorffs missbrauchen russische Behörden die Terrorismus-Einstufung systematisch dazu, «politisches Engagement zu unterbinden und eine echte politische Opposition unmöglich zu machen». So seien seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine Personen und Organisationen unter fadenscheinigen Gründen als terroristisch eingestuft worden. Auch Menschenrechtler werfen den russischen Behörden immer wieder politische Willkür vor.

Roderich Kiesewetter erläutert beim Redaktionsbesuch, warum er 2025 zweimal von der Fraktionslinie abgewichen ist.

Roderich Kiesewetter spricht über US-Friedensplan, Renten-Enthaltung und Hilfe für Ostalb-Wirtschaft

Ob in der Weltpolitik oder bei der Rentenreform: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter ging im vorigen Jahr oft seinen eigenen Weg. Im Jahresgespräch zieht er Bilanz über die Regierung Merz, warnt vor einer „Kapitulation“ in der Ukraine und erklärt, warum er für die regionale Industrie auf der Ostalb jetzt Lichtblicke sieht.
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Heidenheim
Bundestagsabgeordneter zieht Bilanz

Kiesewetter forderte in Kiew mehr Unterstützung für Ukraine

Kiesewetter hatte die Ukraine Mitte des Monats besucht, wie er auf seiner Facebook-Seite in einem Video mitteilte. Er fordert seit langem deutlich mehr Unterstützung für das Land in seinem Kampf gegen die russische Vollinvasion. 

Nach Darstellung des russischen Außenministeriums soll er dort auf Vermittlung der Regierung in Kiew den Anführer der in Russland als Terrororganisation verbotenen «Tschetschenischen Republik Itschkeria» getroffen haben. Das sei ein Beweis dafür, dass sich Deutschland in die inneren Angelegenheiten Russlands einmische, hieß es in Moskau.

«Der deutsche Abgeordnete begrüßte die antirussischen Aktivitäten der Terroristen dieser Organisation, die aktiv an Sabotageaktionen in den Regionen Belgorod und Kursk beteiligt waren», behauptete das russische Außenministerium. Unklar war, auf welcher Grundlage das Ministerium diese und weitere Beschuldigungen aufstellte.

Lambsdorff sei vor den «verhängnisvollen Folgen solcher Handlungen gewarnt» worden, heißt es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums. «Russlandfeindliche Schritte werden unweigerlich die gebührende Gegenwehr erfahren.» 

Roderich Kiesewetter ist ein Verfechter eines verpflichtenden Gesellschaftsdiensts. Hier spricht er im Januar beim Jahresempfang des DRK Kreisverbands Heidenheim, dem das auch zu Gute kommen könnte.

Buch von Roderich Kiesewetter: Persönliche Erlebnisse und ein Fahrplan für eine wehrhafte Gesellschaft

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter des Wahlkreises Aalen-Heidenheim hat ein Buch zur sicherheitspolitischen Lage Deutschlands geschrieben. Darin warnt er vor hybriden Angriffen Russlands, plädiert für mehr gesellschaftliche Resilienz und für einen verpflichtenden Gesellschaftsdienst. Im Interview erläutert er, was er mit dem Buch erreichen möchte.
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Heidenheim
Neuerscheinung

Tschetschenische Separatisten an der Seite ukrainischer Streitkräfte

Die «Tschetschenische Republik Itschkeria» bildete sich im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion. Ihre Unabhängigkeit wird von der Ukraine, aber nicht international anerkannt. Itschkeria erklärte unter ihrem damaligen Anführer Dschochar Dudajew 1991 ihre Unabhängigkeit, was wiederum zu einem Krieg zwischen Russland und den Separatisten führte. Der auch für Terroranschläge verantwortliche Separatistenführer war 1996 bei einem russischen Raketenangriff getötet worden. 

Heute kämpfen Mitglieder der Itschkeria-Bewegung an der Seite der Ukrainer gegen den russischen Angriffskrieg. Sie nahmen auch an den Kämpfen in den russischen Grenzregionen Kursk und Belgorod teil, in die ukrainische Streitkräfte in der Vergangenheit eingedrungen waren. 

Sakajew, der immer wieder in der Ukraine ist, forderte zuletzt, sich auf keine der von Kremlchef Wladimir Putin gestellten Bedingungen für ein Kriegsende einzulassen. Er sprach sich vielmehr für einen Kampf bis zur völligen Befreiung des von russischen Truppen besetzten ukrainischen Territoriums aus.

Sicherheitspolitiker und Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter.

Roderich Kiesewetter betrachtet Einbestellung des deutschen Botschafters als „Zeichen der Schwäche Russlands“

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Heidenheim/Berlin/Moskau
Krieg gegen die Ukraine
Rappelvoller Saal: Der Andrang beim Benefizkonzert des Vereins Heidenheim-für-Ukraine.de e.V. am Montagabend in der Heidenheimer Stadtbibliothek war so groß, dass mancher auf dem Boden sitzen musste.

Heidenheim für Ukraine: „Die Situation ist um ein Vielfaches dramatischer als 1945“

Mit einem Chor-Konzert erinnerte der Verein „Heidenheim für Ukraine“ an den Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine und fordert weitere Solidarität mit dem Land. Die Situation sei um ein Vielfaches schlimmer als zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs.
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Heidenheim
Benefizkonzert mit „Forte Ukrainzi“
Täglich kommen in der Heidenheimer Bühlstraße Spenden für die Ukraine an, die von hier aus weitergeleitet werden.

Was die Ehrenamtlichen bei der Aktion "Heidenheim für Ukraine" jeden Tag leisten

Seit nahezu zwei Jahren engagiert sich der Verein Heidenheim für Ukraine für das von Russland überfallene Land. Warum die Aktion inzwischen weit über den Landkreis hinaus bekannt ist und was von den Ehrenamtlichen tagtäglich geleistet wird.
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Heidenheim
Hilfe für überfallenes Land
Der Verein Heidenheim-fuer-Ukraine.de brachte zwei gespendete und mit Hilfsgütern beladene Feuerwehrfahrzeuge an die ukrainische Grenze.

Heidenheimer Verein bringt zwei gespendete Feuerwehrfahrzeuge an die ukrainische Grenze

Fünf ehrenamtliche Fahrer des Vereins "Heidenheim für Ukraine" brachten zwei gespendete und mit humanitären Hilfsgütern beladene Feuerwehrfahrzeuge an die ukrainische Grenze. Wohin diese kommen und was die Männer antreibt, den Joballtag gegen die Strapazen einer Fahrzeugüberführung zu tauschen.
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Heidenheim/Medyka
Heidenheim-fuer-Ukraine.de